Wer ein Grundstück kaufen und darauf ein Haus bauen möchte, achtet zuerst oft auf Lage, Größe, Zuschnitt und Preis. In der Anzeige steht dann häufig: erschlossen, teilerschlossen oder nicht erschlossen. Für viele Bauherren klingt das zunächst wie eine Nebensache. In der Praxis kann der Erschließungszustand aber großen Einfluss auf Baukosten, Bauzeit, Planungssicherheit und sogar auf die Frage haben, ob ein Grundstück kurzfristig überhaupt bebaubar ist.
Ein erschlossenes Grundstück ist meist einfacher zu planen als ein teilerschlossenes oder unerschlossenes Grundstück. Trotzdem bedeutet „erschlossen“ nicht automatisch, dass alle Hausanschlüsse bereits bis ins Gebäude vorbereitet sind. Oft muss genau geprüft werden, welche Anschlüsse vorhanden sind, wo sie liegen und welche Kosten noch entstehen.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, was erschlossen, teilerschlossen und nicht erschlossen bedeutet, welche Anschlüsse für die Bauplanung wichtig sind, welche Kosten entstehen können und wie Sie mit Plan7Architekt Pro Ihr Haus, die Grundstücksnutzung und die Anschlussbereiche frühzeitig besser planen können.

Warum die Erschließung beim Grundstückskauf so wichtig ist
Die Erschließung entscheidet darüber, ob ein Grundstück überhaupt sinnvoll bebaut werden kann. Ein Grundstück braucht nicht nur eine freie Fläche für das Haus, sondern auch Zugang zu Straße, Wasser, Abwasser, Strom und weiteren Versorgungsleitungen.
Wenn diese Dinge fehlen oder nur teilweise vorhanden sind, kann das erhebliche Folgen haben:
- höhere Grundstückskosten durch nachträgliche Erschließung
- Verzögerungen beim Baubeginn
- zusätzliche Abstimmungen mit Gemeinde, Versorgern und Bauamt
- längere Leitungswege auf dem Grundstück
- höhere Kosten für Hausanschlüsse
- Einschränkungen bei Hausposition, Garage, Zufahrt und Technikraum
- Unsicherheit bei der Finanzierungs- und Baukostenplanung
Deshalb sollte man den Erschließungszustand nicht nur aus dem Exposé übernehmen, sondern genau prüfen. Ein Grundstück kann günstig wirken, aber durch fehlende Anschlüsse oder hohe Erschließungskosten am Ende deutlich teurer werden.
Wenn Sie noch am Anfang der Grundstücks- und Hausplanung stehen, kann es sinnvoll sein, zuerst einen 2D- oder 3D-Lageplan mit Plan7Architekt zu erstellen. So können Sie Grundstück, Hausposition, Zufahrt und mögliche Anschlussbereiche besser einschätzen.
Was bedeutet „erschlossenes Grundstück“?
Ein erschlossenes Grundstück ist grundsätzlich an die wichtigsten öffentlichen Versorgungs- und Verkehrsnetze angebunden oder kann daran angeschlossen werden. Dazu gehören meist Straße, Wasser, Abwasser und Strom. Je nach Lage können auch Gas, Fernwärme oder Telekommunikation relevant sein.
Ein erschlossenes Grundstück bedeutet aber nicht automatisch, dass alle Leitungen bereits bis an die spätere Hauswand gelegt wurden. Häufig endet die öffentliche Erschließung an der Grundstücksgrenze oder in der Straße. Die eigentlichen Hausanschlüsse müssen dann noch vom Grundstückseigentümer beauftragt und bezahlt werden.
Typische Bestandteile der Erschließung sind:
- öffentliche Straße oder gesicherte Zufahrt
- Trinkwasseranschluss
- Abwasseranschluss
- Stromanschluss
- Regenwasserableitung oder Versickerungsmöglichkeit
- Telekommunikation oder Glasfaseranschluss
- gegebenenfalls Gas oder Fernwärme
Für die Bauplanung ist wichtig, nicht nur zu wissen, ob das Grundstück „erschlossen“ ist, sondern auch, wie und wo es erschlossen ist. Die Lage der Anschlüsse kann beeinflussen, wo der Hausanschlussraum, Hauswirtschaftsraum oder Technikraum sinnvoll liegt.
Was bedeutet „teilerschlossenes Grundstück“?
Ein teilerschlossenes Grundstück ist nur teilweise an die notwendigen Netze angeschlossen. Das kann bedeuten, dass einzelne Anschlüsse vorhanden sind, andere aber noch fehlen.
Beispiele:
- Die Straße ist vorhanden, aber Wasser und Abwasser fehlen noch.
- Strom liegt in der Nähe, aber kein Abwasseranschluss.
- Wasser und Strom sind vorhanden, aber die Zufahrt ist noch nicht endgültig hergestellt.
- Die öffentliche Erschließung ist geplant, aber noch nicht abgeschlossen.
- Leitungen liegen in der Straße, aber nicht bis zum Grundstück.
Teilerschlossen heißt also nicht immer dasselbe. Deshalb sollten Sie genau nachfragen, welche Anschlüsse konkret vorhanden sind und welche noch hergestellt werden müssen.
Wichtige Fragen sind:
- Welche Erschließung ist bereits vorhanden?
- Welche Anschlüsse fehlen noch?
- Wer stellt die fehlenden Anschlüsse her?
- Wann ist mit der Fertigstellung zu rechnen?
- Welche Kosten entstehen noch?
- Sind Erschließungsbeiträge bereits bezahlt?
- Gibt es schriftliche Auskünfte der Gemeinde oder Versorger?
Gerade bei teilerschlossenen Grundstücken ist Vorsicht wichtig. Wenn unklar ist, wann oder zu welchen Kosten die fehlende Erschließung erfolgt, kann sich der Hausbau verzögern oder deutlich verteuern.
Was bedeutet „nicht erschlossenes Grundstück“?
Ein nicht erschlossenes Grundstück hat noch keine ausreichende Anbindung an die notwendigen öffentlichen Netze. Es kann sich zum Beispiel um ein Grundstück handeln, das zwar als Bauland interessant wirkt, aber noch keine fertige Straße, keinen Abwasseranschluss oder keine gesicherte Versorgung besitzt.
Nicht erschlossene Grundstücke können auf den ersten Blick günstiger sein. Der niedrigere Kaufpreis kann aber täuschen, wenn später hohe Erschließungskosten entstehen.
Bei einem nicht erschlossenen Grundstück sollten Sie besonders prüfen:
- Ist das Grundstück überhaupt Bauland?
- Gibt es einen Bebauungsplan?
- Ist eine Bebauung bereits zulässig?
- Wann ist eine Erschließung geplant?
- Wer trägt die Kosten?
- Gibt es eine gesicherte Zufahrt?
- Wie weit sind die nächsten Versorgungsleitungen entfernt?
- Sind Wasser, Abwasser und Strom technisch realistisch herstellbar?
- Gibt es Risiken durch Hanglage, Boden oder Leitungsrechte?
Ein nicht erschlossenes Grundstück eignet sich meist nicht für Bauherren, die kurzfristig mit dem Hausbau beginnen möchten. Hier ist eine besonders sorgfältige Prüfung notwendig.
Öffentliche Erschließung und private Hausanschlüsse: Der Unterschied
Viele Missverständnisse entstehen, weil öffentliche Erschließung und private Hausanschlüsse verwechselt werden.
Die öffentliche Erschließung betrifft meist die Infrastruktur bis zum Grundstück oder in der Straße. Dazu gehören zum Beispiel Straße, Kanal, Wasserleitung und Stromnetz.
Die privaten Hausanschlüsse betreffen den Anschluss vom öffentlichen Netz bis zum Gebäude. Diese Leitungen laufen auf dem Grundstück und müssen passend zum geplanten Haus geführt werden.
Das bedeutet: Auch wenn ein Grundstück offiziell erschlossen ist, können noch Kosten für die Hausanschlüsse entstehen.
Typische private Anschlussbereiche sind:
- Stromleitung zum Hausanschlusskasten
- Wasserleitung ins Gebäude
- Abwasserleitung vom Haus zum Kanal
- Telekommunikationsleitung
- Gasleitung, wenn Gas genutzt wird
- Regenwasserleitung oder Versickerungssystem
- Leerrohre für spätere Technik
Für die Hausplanung ist wichtig, diese Anschlüsse nicht zu spät zu berücksichtigen. Die Position des Technikraums, die Lage der Zufahrt und die Hausposition können die Anschlusswege und damit auch die Kosten beeinflussen.
Welche Anschlüsse braucht ein Baugrundstück?
Ein modernes Wohnhaus benötigt mehrere Anschlüsse und technische Voraussetzungen. Einige sind zwingend notwendig, andere hängen von Heizsystem, Region und persönlicher Planung ab.
Straße und Zufahrt
Ohne gesicherte Zufahrt ist ein Grundstück schwer oder gar nicht sinnvoll bebaubar. Für die Bauphase müssen Baufahrzeuge das Grundstück erreichen können. Später brauchen Sie eine alltagstaugliche Zufahrt für Auto, Garage, Carport, Stellplätze, Müllentsorgung und Rettungswege.
Eine ungünstige Zufahrt kann die gesamte Planung beeinflussen. Sie bestimmt oft, wo Garage, Hauseingang und Hauswirtschaftsraum sinnvoll liegen.
Trinkwasser
Ein Wohnhaus braucht einen Trinkwasseranschluss. Prüfen Sie, ob die Wasserleitung bereits in der Straße liegt und wie der Anschluss auf das Grundstück geführt werden kann.
Wichtig sind dabei:
- Entfernung zur öffentlichen Leitung
- Lage des Hausanschlussraums
- Leitungslänge auf dem Grundstück
- mögliche Kosten des Versorgers
- Abstimmung mit anderen Leitungen
Abwasser
Der Abwasseranschluss ist besonders wichtig. Wenn kein öffentlicher Kanal vorhanden ist, können alternative Lösungen erforderlich sein, die genehmigt und technisch geprüft werden müssen.
Bei vorhandener Kanalisation sollten Sie klären:
- Wo liegt der Kanal?
- In welcher Tiefe liegt er?
- Ist ein Anschluss möglich?
- Gibt es Vorgaben zur Rückstausicherung?
- Wie wird Regenwasser behandelt?
- Gibt es Trennsystem oder Mischsystem?
Diese Punkte können Einfluss auf Keller, Bodenplatte, Entwässerung und Außenanlagen haben.
Strom
Ohne Stromanschluss ist kein normaler Hausbau möglich. Neben dem späteren Hausanschluss wird häufig auch Baustrom benötigt. Prüfen Sie früh, wo der Anschluss hergestellt werden kann und welche Vorlaufzeiten der Netzbetreiber hat.
Bei moderner Hausplanung sollten Sie auch an zusätzliche Stromthemen denken:
- Wärmepumpe
- Wallbox
- Photovoltaik
- Batteriespeicher
- Smart-Home-Technik
- Außenbeleuchtung
- Gartenstrom
- spätere Erweiterungen
Telekommunikation und Internet
Ein Internetanschluss wird oft unterschätzt, ist aber für viele Bauherren sehr wichtig. Prüfen Sie früh, ob DSL, Kabel, Glasfaser oder eine andere Lösung verfügbar ist.
Gerade bei ländlichen Grundstücken sollte man sich nicht nur auf allgemeine Angaben verlassen, sondern die tatsächliche Verfügbarkeit anfragen.
Gas oder Fernwärme
Nicht jedes Grundstück braucht einen Gasanschluss. Viele Neubauten werden heute mit Wärmepumpe geplant. Trotzdem kann Gas oder Fernwärme je nach Region und Energiekonzept relevant sein.
Wichtig ist, dass die spätere Haustechnik zur verfügbaren Infrastruktur passt. Wenn kein Gas vorhanden ist, sollte die Planung früh auf eine andere Heizlösung ausgerichtet werden.
Regenwasser und Entwässerung
Auch Regenwasser muss geplant werden. Je nach Gemeinde kann vorgeschrieben sein, ob Regenwasser in den Kanal eingeleitet, auf dem Grundstück versickert oder zurückgehalten werden muss.
Das betrifft unter anderem:
- Dachflächen
- Terrassen
- Einfahrten
- Wege
- Garagenzufahrten
- Zisternen
- Versickerungsmulden
- Rigolen
- Rückstauschutz
Die Entwässerung sollte früh in die Grundstücksplanung einbezogen werden, weil sie Einfluss auf Gelände, Außenanlagen und Hausposition haben kann.

Warum die Lage der Anschlüsse für den Grundriss wichtig ist
Die Erschließung beeinflusst nicht nur Kosten und Bauzeit, sondern auch den Grundriss. Das liegt daran, dass technische Anschlüsse sinnvoll ins Haus geführt werden müssen.
Besonders wichtig ist die Lage von:
- Hauswirtschaftsraum
- Technikraum
- Hausanschlussraum
- Keller oder Bodenplatte
- Küche
- Bad
- Gäste-WC
- Wärmepumpe
- Garage
- Zufahrt
Wenn der Technikraum auf der falschen Seite des Hauses liegt, können Leitungswege länger und teurer werden. Wenn Bad, Küche und Hauswirtschaftsraum ungünstig verteilt sind, steigen Installationsaufwand und Kosten.
Ein gut geplanter Grundriss berücksichtigt deshalb nicht nur Wohnkomfort, sondern auch technische Leitungswege. Mit Plan7Architekt Pro können Sie Räume, Wände, Türen und Fenster selbst planen und unterschiedliche Varianten ausprobieren. Wenn Sie mit dem Entwurf starten möchten, hilft der Ratgeber Grundriss erstellen mit Plan7Architekt als Einstieg.
Erschließungskosten: Welche Kosten können entstehen?
Die Kosten für Erschließung und Hausanschlüsse können je nach Grundstück stark variieren. Sie hängen davon ab, welche Infrastruktur bereits vorhanden ist, wie weit Leitungen entfernt liegen und welche Arbeiten auf dem Grundstück notwendig sind.
Mögliche Kostenpunkte sind:
- Erschließungsbeiträge der Gemeinde
- Straßenbaukosten
- Wasseranschluss
- Abwasseranschluss
- Stromanschluss
- Telekommunikationsanschluss
- Gas- oder Fernwärmeanschluss
- Baustrom
- Bauwasser
- Tiefbauarbeiten auf dem Grundstück
- Leitungsgräben
- Kontrollschächte
- Regenwasserentwässerung
- Versickerungsanlagen
- Rückstausicherung
- Vermessung und Planung
Diese Kosten sollten vor dem Grundstückskauf möglichst realistisch eingeschätzt werden. Besonders bei teilerschlossenen oder nicht erschlossenen Grundstücken können sie einen großen Unterschied machen.
Warum ein günstiges Grundstück teuer werden kann
Ein günstiger Grundstückspreis wirkt attraktiv. Wenn ein Grundstück aber nicht vollständig erschlossen ist, können später hohe Zusatzkosten entstehen. Dadurch kann ein scheinbar günstiges Grundstück am Ende teurer werden als ein besser erschlossenes Grundstück mit höherem Kaufpreis.
Typische Kostentreiber sind:
- lange Leitungslängen
- fehlender Kanalanschluss
- schwierige Bodenverhältnisse
- Hanglage
- lange Zufahrt
- fehlende Straße
- aufwendige Regenwasserlösung
- weit entfernte Versorgungsleitungen
- zusätzliche Abstimmungen mit mehreren Versorgern
- hohe Erschließungsbeiträge
Deshalb sollte die Erschließung immer Teil der Grundstücksbewertung sein. Wer nur den Kaufpreis vergleicht, übersieht möglicherweise einen der größten Kostenblöcke vor dem eigentlichen Hausbau.
Erschließung und Hausposition: Warum beides zusammengehört
Die Hausposition auf dem Grundstück beeinflusst die Länge und Führung der Anschlüsse. Je weiter das Haus von der Straße oder den vorhandenen Leitungen entfernt steht, desto länger können Anschlusswege werden.
Das betrifft unter anderem:
- Strom
- Wasser
- Abwasser
- Telekommunikation
- Gas oder Fernwärme
- Regenwasserleitungen
- Zufahrt und Außenanlagen
Wenn das Haus weit hinten auf dem Grundstück steht, kann das architektonisch sinnvoll sein, aber zusätzliche Tiefbaukosten verursachen. Wenn der Technikraum weit entfernt von der Anschlussseite liegt, können weitere Leitungswege entstehen.
Deshalb sollten Hausposition, Erschließung, Zufahrt und Grundriss gemeinsam betrachtet werden.
Mit Plan7Architekt Pro können Sie Ihr Haus auf dem Grundstück platzieren, Außenbereiche planen und verschiedene Positionen vergleichen. So wird schneller sichtbar, welche Lösung nicht nur optisch, sondern auch praktisch sinnvoll ist.
Teilerschlossenes Grundstück kaufen: Worauf sollte man achten?
Ein teilerschlossenes Grundstück kann interessant sein, wenn Lage und Preis passen. Es sollte aber besonders sorgfältig geprüft werden.
Vor dem Kauf sollten Sie klären:
- Welche Anschlüsse sind bereits vorhanden?
- Welche Anschlüsse fehlen?
- Liegen die Leitungen in der Straße oder direkt am Grundstück?
- Sind Erschließungsbeiträge bereits bezahlt?
- Welche Beiträge können noch kommen?
- Gibt es schriftliche Aussagen der Gemeinde?
- Welche Versorger sind zuständig?
- Welche Kosten nennen die Versorger?
- Wann können fehlende Anschlüsse hergestellt werden?
- Gibt es zeitliche Risiken für den Baubeginn?
- Gibt es Leitungsrechte oder Baulasten?
- Ist die Zufahrt dauerhaft gesichert?
Verlassen Sie sich nicht nur auf Aussagen im Exposé. Fordern Sie Unterlagen an und lassen Sie unklare Punkte vor dem Kauf prüfen.
Erschlossen heißt nicht automatisch sofort bebaubar
Auch ein erschlossenes Grundstück muss nicht automatisch sofort bebaubar sein. Für die Bebaubarkeit spielen weitere Punkte eine Rolle.
Dazu gehören:
- Bebauungsplan
- Baufenster
- Baugrenze
- Baulinie
- Abstandsflächen
- GRZ und GFZ
- Bodenverhältnisse
- Altlasten
- Baulasten
- Denkmalschutz
- Naturschutz
- Hochwasserrisiko
- Zufahrt und Rettungswege
Ein Grundstück kann also erschlossen sein, aber trotzdem nicht zu Ihrem geplanten Haus passen. Deshalb sollten Sie Erschließung und Baurecht immer gemeinsam prüfen.
Passend dazu finden Sie weitere Informationen im Ratgeber GRZ und GFZ beim Hausbau: So beeinflussen sie Grundriss und Hausgröße und im Artikel Baufenster im Bebauungsplan: Was Bauherren vor dem Entwurf prüfen sollten.

Erschließung und Bauantrag: Was muss geklärt sein?
Für den Bauantrag muss klar sein, dass das geplante Gebäude versorgt und entwässert werden kann. Dazu gehören unter anderem Wasser, Abwasser, Strom, Zufahrt und je nach Projekt weitere technische Nachweise.
Wenn die Erschließung unklar ist, kann das den Bauantrag verzögern oder zusätzliche Abstimmungen erforderlich machen.
Vor dem Bauantrag sollten daher geklärt sein:
- Ist die Zufahrt gesichert?
- Ist die Wasserversorgung möglich?
- Ist die Abwasserentsorgung möglich?
- Ist Strom verfügbar?
- Wie wird Regenwasser behandelt?
- Wo liegen die Hausanschlüsse?
- Gibt es technische Vorgaben der Versorger?
- Müssen Leitungsrechte eingetragen werden?
- Sind besondere Entwässerungsnachweise erforderlich?
Mehr zum Ablauf finden Sie im Ratgeber In 8 Schritten den Bauantrag stellen.
Wie Plan7Architekt Pro bei der Bauplanung hilft
Plan7Architekt Pro ist eine professionelle Hausplanungssoftware, mit der Sie Ihr Haus selbst in 2D planen und gleichzeitig in 3D betrachten können. Gerade bei der frühen Grundstücks- und Bauplanung ist das sehr hilfreich.
Sie können mit Plan7Architekt Pro zum Beispiel:
- Ihr Grundstück als Grundlage nachzeichnen
- das Haus auf dem Grundstück positionieren
- verschiedene Hausgrößen testen
- Grundrissvarianten vergleichen
- Technikraum und Hauswirtschaftsraum sinnvoll einplanen
- Garage, Zufahrt und Stellplätze berücksichtigen
- Terrasse, Wege und Gartenflächen mitplanen
- Haus und Außenbereiche in 3D kontrollieren
- Planungsvarianten speichern und vergleichen
- besser vorbereitet mit Architekt, Bauunternehmen oder Versorgern sprechen
Der große Vorteil: Sie erkennen früh, ob Ihre Hausidee auch praktisch zum Grundstück passt. Nicht nur die Optik zählt, sondern auch Zufahrt, Anschlusswege, Technikräume und Außenbereiche.
Plan7Architekt Pro ersetzt nicht die verbindliche Prüfung durch Bauamt, Architekt, Versorger oder Fachplaner. Die Software hilft Ihnen aber, Ihre Planung besser vorzubereiten, verschiedene Varianten zu testen und teure Fehlentscheidungen früher zu vermeiden.
Wenn Sie Ihr Haus umfassender selbst vorplanen möchten, finden Sie im Ratgeber Haus selber planen mit dem Plan7Architekt weitere Informationen.
Typische Fehler bei erschlossenen und teilerschlossenen Grundstücken
Viele Bauherren unterschätzen die Bedeutung der Erschließung. Besonders häufig passieren diese Fehler:
- „erschlossen“ mit „alle Hausanschlüsse fertig“ verwechseln
- teilerschlossenes Grundstück ohne genaue Kostenprüfung kaufen
- fehlende Erschließungsbeiträge übersehen
- Versorger nicht früh genug anfragen
- Lage der Anschlüsse nicht in die Hausplanung einbeziehen
- Technikraum ungünstig platzieren
- Abwasser und Regenwasser zu spät planen
- Zufahrt und Baustellenzugang unterschätzen
- günstigen Grundstückspreis ohne Nebenkosten vergleichen
- Bauantrag vorbereiten, obwohl Erschließung noch unklar ist
- keine schriftlichen Auskünfte einholen
Diese Fehler können zu Verzögerungen, Mehrkosten und Planungsänderungen führen.
Checkliste: Erschließung vor dem Grundstückskauf prüfen
Bevor Sie ein Grundstück kaufen, sollten Sie diese Fragen klären:
- Ist das Grundstück voll erschlossen, teilerschlossen oder nicht erschlossen?
- Welche Anschlüsse sind bereits vorhanden?
- Liegen die Leitungen in der Straße oder an der Grundstücksgrenze?
- Welche Hausanschlüsse müssen noch hergestellt werden?
- Sind Erschließungsbeiträge bereits bezahlt?
- Welche Kosten können noch entstehen?
- Ist die Zufahrt öffentlich oder privat gesichert?
- Gibt es einen Trinkwasseranschluss?
- Ist ein Abwasseranschluss vorhanden?
- Wie wird Regenwasser entsorgt?
- Ist Strom verfügbar?
- Gibt es Telekommunikation oder Glasfaser?
- Wird Gas oder Fernwärme benötigt?
- Wo sollten Technikraum und Hausanschlussraum liegen?
- Sind Leitungsrechte oder Baulasten vorhanden?
- Gibt es zeitliche Risiken für den Baubeginn?
- Passt die Erschließung zur geplanten Hausposition?
- Wurde das Haus testweise auf dem Grundstück geplant?
Wenn Sie diese Punkte früh klären, können Sie die tatsächlichen Kosten und Risiken eines Grundstücks deutlich besser einschätzen.
Fazit: Der Erschließungszustand beeinflusst Kosten, Planung und Baubeginn
Ob ein Grundstück erschlossen, teilerschlossen oder nicht erschlossen ist, hat großen Einfluss auf die gesamte Bauplanung. Es geht nicht nur darum, ob grundsätzlich Anschlüsse vorhanden sind, sondern auch darum, wo sie liegen, welche Kosten noch entstehen und wie sie zur geplanten Hausposition passen.
Ein erschlossenes Grundstück bietet meist mehr Planungssicherheit. Ein teilerschlossenes Grundstück kann interessant sein, muss aber sorgfältig geprüft werden. Ein nicht erschlossenes Grundstück kann hohe Zusatzkosten und Verzögerungen verursachen.
Mit Plan7Architekt Pro können Sie Ihr Haus früh auf dem Grundstück planen, verschiedene Positionen testen und Technikräume, Zufahrt, Garage und Außenbereiche sinnvoll mitdenken. So erkennen Sie schneller, ob ein Grundstück wirklich zu Ihrem Bauvorhaben passt und gehen deutlich besser vorbereitet in Gespräche mit Architekten, Bauunternehmen, Gemeinde oder Versorgern.
Planen Sie Ihr Projekt mit dem Plan7Architekt
Der Plan7Architekt Pro 5 für 149,99 Euro
Sie müssen keine Vorkenntnisse haben, denn die Software wurde speziell für Laien entwickelt. Die Vorgehensweise der Planung in 5 einfachen Schritten:
1. Wände zeichnen

2. Fenster & Türen

3. Stockwerke & Dach

4. Texturen & 3D Objekte

5. Plan für den Bauantrag

- – Deutsche & europäische Baustandards
- – Auf 3 PCs gleichzeitig nutzbar
- – Austausch mit dem Architekten möglich
- – Umfangreiches Benutzerhandbuch
- – Regelmäßige Updates
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