Bauplan selber zeichnen/erstellen – mit der Plan7Architekt Software

Parallel arbeiten in 3D & 2D

Mit der CAD Architektur-Software können Sie Ihr Traumhaus auf Ihrem PC in 2D sowie in 3D kreieren. Dabei können Sie komplett ohne Verzögerungen im speziellen 3D Modus die Türen, Wände, Fenster und Treppen sowie Objekte oder spezielle Elemente in Position bringen.

3d-CAD-Architektursoftware
3D-Visualisierung-zum-Bauen

Für reale & virtuelle Bauvorhaben geeignet

Die Software ist die ideale Lösung für private, als auch für geschäftliche Angelegenheiten. So können Sie Ihr eigener Bauherr sein, die Software als Hobby-Architekt verwenden oder auch als Immobilienmakler nutzen. Die Software ermöglicht Ihnen jedenfalls eine umfassende Möglichkeit Ihr individuelles Bauvorhaben umzusetzen. Mit dem Planer haben Sie die Möglichkeit alles zuerst einmal auf dem PC zu visualisieren bevor Sie Ihr Projekt auch wirklich realisieren. So können Sie eine gelungene Bauzeichnung hervorbringen.

Zeitsparende vereinfachte Bedienung

Der Plan7Architekt bietet eine günstige und zeitsparende Alternative zu anderen Softwares. Nicht nur die Funktionalität ist bei dieser Software großartig, sondern sie ist zudem auch noch sehr einfach zu bedienen. So können selbst Laien gut mit der Software umgehen.

Treppe-zeichnen-mit-3D-CAD-Software
2D-Schnitte-mit-Architektursoftware

2D/3D Schnitte & Ansichten für den Bauantrag

Mit der Hilfe von Plan7Architekt können Sie fachgerechte Schnitte in jedem gewünschten Maßstab erstellen. Diese werden für Ihren Bauantrag benötigt.

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Automatische Außen- & Innenbemaßung

Die Software berechnet automatisch die notwendigen Grundrisse mit den Außen- sowie den Innenmaß-Angaben, die für den Bauplan benötigt werden. Dies spart Ihnen Zeit und Sie können sich über diesen hohen Komfort freuen.

Grundrisse-erstellen-mit-3D-Software
3D-Objekte

Mehrere Millionen 3D Objekte von Google SketchUp

Sie können den Plan7Architekt sowohl als Raumplaner, als auch als Küchenplaner oder für die Planung Ihres Badezimmers verwenden. Durch das Programm können Sie auf zahlreiche fertige Objekte von Google SketchUp zurückgreifen, welches ein spezielles 3D Warenhaus ist, das mit der Software verbunden ist. Natürlich können Sie auch selbst Gegenstände aus dem Internet herunterladen und importieren. Damit können die Räume Ihres neuen Hauses oder der Wohnung virtuell ausgestattet werden.

Hilfe & Support

Auch ein gutes Handbuch, in dem über Erste-Schritte informiert wird finden Sie im Programm. Situationsbedingte Hilfestellungen und zahlreiche Tipps werden darin erklärt. Nach dem Kauf erhalten Kunden auch einen kostenlosen Zugang zu Videoanleitungen sowie zu dem Support-Ticket-System, mit dessen Hilfe Support-Mitarbeitern jederzeit Fragen gestellt werde können. Außerdem haben Sie Zugang zum Kunden-Forum. Hier können Sie sich mit anderen Nutzern austauschen.

Hilfe-Support-im-Plan7Architekt

Die Vorteile

NEU: Heute kaufen, in 14 Tagen bezahlen über Klarna

  • Auf 3 PCs gleichzeitig nutzbar
  • Millionen 3D Objekte
  • Support-Ticket-System
  • Austausch mit dem Architekten möglich
  • 14 Tage Widerrufsrecht für Verbraucher
  • Kunden-Austauschforum
  • neuester 3D-Kern
  • 3D Visualisierung in Echtzeit
  • Umfangreiche Objekt- & Elementeditoren
  • Schnitte und Planzusammenstellung
  • Paralleles Arbeiten in 2D & 3D
  • 100% Käuferschutz
  • Deutsche Baustandards
  • Regelmäßige Updates
  • unbegrenzter Zugang zum Download

Die Kernfunktionen der Software

Grundrisserstellung nach deutschen Baustandards

Mit der Software können Sie ohne Probleme Grundrisse nach unterschiedlichen Kriterien erstellen. Das Material, die Schraffur, die Dicke der Wände etc. werden dabei stets berücksichtigt. Auch unterschiedliche Wandarten und sogar mehrschalige Wände finden Sie. Grundrisse können zudem importiert und dann einfach bearbeitet werden.

Einrichtungsplanung

Die Räume können Sie bei der Architektur-Software einfach und schnell einrichten. Selbst Originalmöbel können Sie hinzufügen. Platzieren Sie einfach die gewünschten Objekte in den Räumen und richten Sie somit individuell ein.

Austausch mit dem Architekten

Bei Bedarf können Sie bei Plan7Architekt sogar mit einem Architekten parallel arbeiten. Dies vereinfacht die Arbeit und Sie können sichergehen, dass Sie auch wirklich das bekommen, was Sie sich vorstellen.

Fotorealistische 3D Visualisierung

Das Programm verfügt über die neueste 3D-Engine. Dies bedeutet, dass sich Ihre Projekte stets in Echtzeit und vollkommen automatisch von 2D einfach auf 3D übertragen lassen. Spezielle Funktionen wie beispielsweise Spiegelungen oder Schatten sorgen für die optimale Visualisierung.

Automatische Dachkonstruktion

Auch die Dachkonstruktion lässt nicht zu wünschen übrig und ist in wenigen Klicks vollzogen. Unterschiedliche, gängige Dacharten sind in dem Programm enthalten und können optimal angepasst werden.

Gelände- & Gartenplanung

Auch ein integrierter Geländeeditor ist bei dem Programm dabei. Hier können Grundstücke optimal nachgebildet werden. Fügen Sie einfach Rinnen, Absenkungen, Hügel etc. dazu. Selbst Wege und spezielle Punkte können hinzugefügt werden, damit auch der Garten perfekt geplant werden kann.

Allgemeine Informationen über Baupläne

Bauplanzeichnung und -erstellung: Ein Gesamtüberblick

Wer ein eigenes Bauvorhaben anstrebt, findet im Folgenden einen Gesamtüberblick zur Vermeidung von Fehlerquellen. Weiter dient der Artikel zur Schaffung von Rechtssicherheit. So ist es möglich, sich effektiv am Bauvorhaben zu beteiligen. Ebenso geht der Artikel auf die finanziellen Risiken und physischen wie psychischen Belastungen ein, die Bauherren begegnen können.
Die entscheidenden Phasen der Planung, Umsetzung und der Abnahme gehen so leichter von der Hand.

Doch was genau ist ein Bauplan?

Als Bauplan wird die technische Zeichnung eines Bauvorhabens bezeichnet. Das Bauvorhaben wird mittels visueller Informationen grafisch dargestellt. Vergleichbar ist dies mit den Abbildungen in einer Bedienungsanleitung. Ein Bauplan geht dabei genauso schrittweise vor, wie die Bedienungsanleitung einer Kommode. So wird jede Bauphase vom Grundriss einzeln dargestellt bis hin zum fertiggestellten Bauvorhaben. Für den besseren Überblick werden dazu die an der jeweiligen Bauphase beteiligten Unternehmen mit aufgeführt. Ähnlich den abgebildeten Schrauben, die für die jeweilige Bauphase einer Kommode in der Bedienungsanleitung vorgesehen sind, um bei dem Beispiel zu bleiben. Alle nötigen Arbeitsschritte werden auf diese Weise erfasst. Dazu gibt es eine Legende für den besseren Überblick. Eine zeitliche Vorgabe wird dabei noch nicht notiert. An dieser Stelle sei jedoch betont, dass eine ausreichende fachliche Eignung vorliegen sollte, um einen Bauplan zu lesen. Denn eine Kommode lässt schnell zusammenbauen. Ein Bauvorhaben benötigt dagegen umsichtige Planung und Umsetzung.

Umbau oder Neubau: Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?

Für jeden Umbau wird ebenso eine Baugenehmigung benötigt wie für einen Neubau. Das soll sowohl vorhandenen Baubestand als auch historische Gebäude schützen. Daher gilt es genauso hier, sich Rechtssicherheit zu verschaffen. Im Abschnitt Bauplanerstellung wird auf die nötigen Schritte zu einer Baugenehmigung präziser eingegangen.

Bei einem Neubau ist der Weg sehr viel länger. Nur vereinzelt gibt es Ausnahmen, die keiner Baugenehmigung bedürfen. Denn gemäß deutscher Rechtsprechung muss ein Bauvorhaben vom zuständigen Landratsamt oder der Gemeinde genehmigt werden. Welche Voraussetzungen im Einzelfall erfüllt werden müssen, ist den Satzungen des zuständigen Landratsamts oder der Gemeinde zu entnehmen. Grundsätzlich gilt: Zu kleine Bauvorhaben gibt es in Deutschland nicht für die Notwendigkeit einer Baugenehmigung! Die örtlichen Unterschiede sind jedoch mitunter gewaltig. Wichtig ist, einen Termin gemäß der Beratungs- sowie Auskunftspflicht bei der entsprechenden Behörde zu vereinbaren. Das vermeidet Missverständnisse und Fehlinterpretationen. Denn derselbe Paragraf kann für zwei verschiedene Personen zwei völlig klare, aber unterschiedliche Aussagen haben.
Bei diesem Termin sollte zusätzlich alles besprochene schriftlich festgehalten werden. Das schafft Rechtssicherheit für die eigenen Unterlagen. Denn grundsätzlich steht der Bauherr in der Nachweispflicht, wenn ein Bauvorhaben zum Beispiel in den Verdacht eines Schwarzbaus gerät. Das kann Jahre später noch der Fall sein, wenn sich Bauvorschriften in der Zwischenzeit geändert haben. Kann der Bauherr die früheren Aussagen der zuständigen Behörde schriftlich belegen, hat er nichts zu befürchten.

Achtung: Bauvorhaben, die ohne Baugenehmigung durchgeführt wurden, werden verfolgt. Dazu werden Bußgelder verhängt. Die Höhe der Bußgelder richtet sich nach der Größe des Baus. Das ist aber von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und kann bis zur Anordnung und Vollstreckung des Abrisses führen.

Eine mögliche Option für kleinere und mittlere Bauvorhaben ist das sogenannte Genehmigungsfreistellungsverfahren. Andere Bezeichnungen sind Freistellungsverfahren oder Kenntnisnahmeverfahren. Ob diese Möglichkeit besteht, muss bei der zuständigen Behörde nachgefragt werden.

Wie ist der Ablaufplan zur Stellung eines Bauantrags?

Die Baugenehmigung ist bundesweit die Grundvoraussetzung für den ersten Spatenstich auf einer Baustelle. Allerdings gibt es keine bundeseinheitlichen Unterlagen zur Stellung eines Bauantrags. Ist das zuständige Landratsamt respektive die zuständige Gemeinde ermittelt, gilt es den ersten Kontakt aufzunehmen. Dieser erste Kontakt ist immer persönlicher Natur, da die notwendigen Unterlagen der Behörde nicht überall auf digitalem Weg zugehen dürfen und zudem beglaubigt werden müssen. Als angehender Bauherr stößt man da zuweilen an seine Grenzen. Der physische wie psychische Stress ist nicht zu unterschätzen. Daher lohnt es, sich an dieser Stelle einen Architekten oder anderweitigen Experten einzuschalten, der einem diese Arbeit abnimmt. Das gilt auch für den Fall, dass man sich den Stress zutraut oder glaubt, dadurch Geld zu sparen. Ein Architekt ist Profi auf diesem Gebiet und hat ständig mit Baubehörden zu tun. Er kennt die örtlichen Bauvorschriften aus dem Effeff. Ein Verzicht auf diese Hilfe wäre daher fahrlässig!

Welche Unterlagen müssen eingereicht werden?

Grundsätzlich gilt Vollständigkeit als oberstes Gebot. Nur so wird über einen Bauantrag positiv entschieden. Die korrekte Ausfertigung und die korrekte Anzahl sind hier bundesweit die entscheidenden Kriterien. Im Folgenden ist ein Beispiel aus Erlangen in Bayern aufgeführt, welche Unterlagen für einen erfolgreichen Bauantrag notwendig sind:

  • – Antragsformular nach Norm seit 01.01.2008
  • – Die Baubeschreibung inklusive Gebäudeklasse
  • – Die Berechnung der Fläche und des umbauten Raumes mit Baukosten
  • – Der aktuelle amtliche Lageplan, im Maßstab 1:1000, nicht älter als 6 Monate
  • – Der Schnitt, die Ansichten sowie die Grundrisse in einem Bauplan, im Maßstab 1:1000
  • – Der Geländeschnitt bei einem Baugrundstück in Hanglage
  • – Der aktuelle Baumbestandsplan
  • – Der Nachweis über vorhandene Garagen und Stellplätze

Alle Unterlagen müssen in zweifacher Ausfertigung vorliegen.

Ein weiteres Beispiel liegt aus dem Landkreis Oberhavel in Brandenburg vor. Hier gilt es, die Dokumente in schriftlicher Form dreifach vorzulegen. Dazu in digitaler Form. Die Unterlagen sind folgende:

  • – Ausgefülltes Antragsformular
  • – Der Auszug aus der Liegenschaftskarte im Maßstab 1:1000
  • – Der amtliche Lageplan eines Vermessungsingenieurs(ÖbVI) oder des Katasteramtes
  • – Ein objektbezogener Lageplan
  • – Alle Bauzeichnungen sowie die Baubeschreibung
  • – Ein Standsicherheitsnachweis
  • – Angaben über die gesicherte Erschließung sowie Versorgung mit Wasser und Energie
  • – Angaben über die Entsorgung von Abwasser
  • – Angaben über die verkehrsmäßige Erschließung
  • – Nachweis der Bauvorlagenberechtigung
  • – Erhebungsbogen für die Bautätigkeisstatistik

Diese Beispiele zeigen deutlich auf, welche Abweichungen es bei der Stellung eines Bauantrags gibt. Alle Unterlagen sollten daher vor der Einreichung gründlich geprüft werden. Grundsätzlich gilt, dass alle Unterlagen sowohl vom Bauherrn als auch vom Objektplaner/Architekten unterschrieben werden.

Die Nachbarschaftsbeteiligung und der Widerspruch

Bei Bauvorhaben in bereits erschlossenen Gebieten kommt die in Bauvorhaben sogenannte Nachbarschaftsbeteiligung zum Tragen. Der Grund ist, dass massiven Nachbarschaftsproblemen vorgebeugt werden soll. Daher bekommen die direkten Nachbarn sowohl die Bauzeichnungen als auch den Lageplan zur Einsicht vorgelegt.

Im baurechtlichen Sinne sind alle direkt an das Baugrundstück angrenzenden Grundstücke Nachbargrundstücke. Unterzeichnen müssen diese Nachbarn auf allen Bauzeichnungen und dem Lageplan. Das gilt für alle Nachbarn, die im jeweiligen Grundbuch eines Nachbargrundstücks aufgeführt sind. Im Klartext bedeutet dies, dass zum Beispiel bei Ehepaaren beide per Unterschrift ihre Zustimmung geben müssen.

Sollte sich eine Nachbarpartei weigern, die Unterschrift zu leisten, sollten die Gründe für das Bauamt vermerkt werden, damit eine entsprechende Prüfung ohne Verzögerung erfolgen kann. Die Vollständigkeit aller Unterschriften ist wichtig, um sich als Bauherr Rechtssicherheit zu verschaffen.

Für den Fall, dass ein Nachbar seine Unterschrift verweigert, geht diesem die Baugenehmigung mitsamt einer Rechtsbelehrung zu. Anhand dieser Dokumente kann der Nachbar Widerspruch einlegen. Dieser Widerspruch wird im Folgenden von der zuständigen Behörde geprüft und darüber beschieden.

Ist eine Partei mit dem Bescheid nicht zufrieden, geht der Fall vor Gericht. In solchen Fällen wird vonseiten des Gerichts für gewöhnlich eine einvernehmliche Lösung angestrebt. Scheitert dieser Versuch, entscheidet das Gericht über die Erteilung der Baugenehmigung.

Diese Bauphase kann mitunter sehr viele Nerven kosten. Nachbarn oder solche, die es werden sollen, sind einem nicht immer wohl gesonnen. Das Problem ist an dieser Stelle die Bearbeitungszeit beim Verwaltungsgericht. Diese ist leider sehr lang. Das kann ein Bauvorhaben teurer werden lassen als geplant. Bekommt der Bauherr die Baugenehmigung trotz des Widerspruchs, ist er schadensersatzberechtigt gegenüber diesem Nachbarn.

Bauplanerstellung: In welcher Form muss das erfolgen?

Diktiert werden die exakten Vorgaben für die Erstellung einer Bauplanzeichnung durch die Vorschriften des Bauwesens. Das vereinfacht das Lesen eines Bauplans. Ein Bauplan muss zwingend im Maßstab 1:1.000 angefertigt werden. Ebenso gilt es die Normen, Planformate und Linientypen zu beachten. Enthalten sind der Grundriss und ebenso die Ansichten und Bemaßungen. In den Ansichten sind speziell die Nachbargebäude aufgeführt sowie die Geländehöhe und etwaige Höhenkosten.

Sämtliche Bauteile, Schnittflächen und Materialien werden anhand von unterschiedlichen Schraffuren kenntlich gemacht. Auf diese Art und Weise lassen sich Ziele und mögliche Mängel eines Bauvorhabens unmittelbar eruieren.
Die bundeseinheitliche Gestaltung der Baupläne ist wichtig, um schnellstmöglich einen Bescheid der zuständigen Behörde zu erhalten. Bei negativen Bescheiden kommt es oft vor, dass nur kleine Anpassungen vorgenommen werden müssen. Eine nicht bundeseinheitliche Gestaltung würde diesen Prozess unnötig verzögern.

Wichtig bei Umbauten ist es, dass ebenfalls ein Bauplan vorliegen muss. Es müssen alle Bauzeichnungen und Bauteile gekennzeichnet werden. Das gilt für alle Erneuerungen ebenso wie für sämtliche Bauteile, die von dem Bauvorhaben nicht betroffen sind.

Grundsätzlich gilt: Die Komplexität eines Bauplans hängt von der Planungsphase ab. Die Kennzeichen eines Bauvorhabens müssen jedoch zwingend notwendig vermerkt sein. Die Kennzeichen sind im Folgenden aufgeführt:

  • – Name sowie Maßstab des Bauvorhabens
  • – Die Materialangaben
  • – Die Zeichnungsnummer
  • – Die Erstellungs- sowie Prüfvermerke
  • – Die Angaben zu der Versionsgeschichte

Die Kenntnis der Auswertung von Architekturplänen ist dann nicht mehr erforderlich und der Bescheid wird schneller zugestellt.

Die Kosten: Wie viel Geld muss für einen Bauplan eingeplant werden?

Ein konkreter Betrag kann nicht genannt werden. Dafür sind zu viele Faktoren im Spiel. So spielt zum Beispiel die Größe eines Bauvorhabens eine entscheidende Rolle. Je größer ein Bauvorhaben ist, desto komplexer ist die Bauzeichnung. Dementsprechend kommt es vor, dass immer mehr Unternehmen an dem Bauvorhaben beteiligt sind. Es gibt zwar eine gewisse Preissicherheit nach HOAI §11 und §12 für Architekten und Ingenieure. Allerdings benötigt ein Bauherr Pläne und Schnitte je Geschoss sowie aktuelle Detailzeichnungen. Neben der Bauzeichnung, die das gesamte Projekt umfasst. Außerdem weichen die Stundenlöhne oder Tagessätze von Bundesland zu Bundesland stark voneinander ab. Daher gilt es vorher einen genauen Kostenplan mitsamt einem Puffer von mindestens zehn Prozent auf das gesamte Bauvorhaben zu erstellen.

Bauherren, die viel in Eigenleistung erstellen wollen, müssen zusätzlich ihre psychische und physische Belastbarkeit sehr genau einschätzen. Neben den fachlichen Fähigkeiten.

Braucht es wirklich all diese Pläne?

Absolut ja! Denn die Baupläne stellen nicht nur die Grundlage für die Baugenehmigung eines Bauvorhabens der zuständigen Behörde dar. An dieser Stelle sollte auch nicht auf eine Expertise verzichtet werden. Denn die Prüfung bei der zuständigen Behörde erfolgt anhand von Bauvorlagen. Entspricht ein Bauvorhaben nicht den gesetzlichen Vorschriften, gibt es keinen positiven Bescheid. Dazu bleibt es nicht bei einer Bauzeichnung. Sämtliche Baufortschritte müssen dokumentiert werden. Dasselbe gilt für die geleisteten Arbeiten. Alles muss nachgewiesen und belegt werden können. So schafft man sich Rechtssicherheit.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Zukunft. Irgendwann stehen Modernisierungsarbeiten ins Haus. Da ist es von Vorteil zu wissen, wo Rohre verlegt wurden und Leitungen liegen. Last but not least sind diese Unterlagen für den Verkauf eines Gebäudes entscheidend.

Von der Vorentwurfs- und Bauvorlagenzeichnung bis zur Ausführungsplanung

Ein Bauvorhaben ist sehr komplex. Je nach Größe gibt es eine große Anzahl an Bauplänen. Aber jeder Bauplan hat einen Ursprung. Dieser liegt in der Vorentwurfszeichnung. Hier werden die grundlegenden Züge eines Bauvorhabens festgehalten, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Der große Vorteil und wichtigste Punkt an dieser Stelle ist, dass der Bauherr eine grobe Vorstellung der zu erwartenden Kosten bekommt. Die Vorentwurfszeichnung dient demnach dem eigenen Schutz vor dem Ruin. Zudem können Anpassungen an das eigene Budget vorgenommen werden. Der berühmte Rotstift kommt hier zum Einsatz, indem die eigenen Ansprüche an das vorhandene Kapital angepasst werden.

Neben der finanziellen Planungssicherheit dient die Vorentwurfszeichnung als Grundlage für den Bauplan. Denn auch in der Vorentwurfszeichnung gehören Quadratmeterzahlen, Raummaße, etwaige Treppen inklusive Steigungsrichtungen und Zugänge notiert. Genauso Kanäle, Schornsteine oder mögliche betriebliche Einbauten. Sollten Freiflächen eingeplant sein, gehören auch diese in die Vorentwurfszeichnung.
Es zeigt sich, dass schon eine Vorentwurfszeichnung eine gewisse Komplexität aufweist.

Ist die Vorentwurfszeichnung erstellt, geht es an die Bauvorlagenzeichnung. Die Bauvorlagenzeichnung ist ebenso wie die Vorentwurfszeichnung für sich allein gesehen kein rechtlich wirksames Dokument. Allerdings gilt es hier, sich an die Bauvorlagenverordnung des jeweiligen Bundeslandes zu halten. Je nach Landratsamt oder Gemeinde kommen auch noch öffentlich-rechtliche Vorschriften hinzu. Für die Bauvorlagenzeichnung ist es bereits sinnvoll, einen Experten einzuschalten. Denn dieses Dokument stellt in Verbindung mit anderen Dokumenten die Grundvoraussetzung dar, ob ein Bauvorhaben genehmigt wird oder nicht.

Zu guter Letzt geht es an die Ausführungsplanung. Alle Einzelangaben werden an dieser Stelle zusammengetragen für die korrekte Durchführung eines Bauvorhabens. Das bedeutet, dass alle Detailzeichnungen, der Schnitt und sämtliche Werkzeichnungen inklusive der dazugehörigen Einzelangaben zusammengeführt werden.

Alle angefertigten Dokumente sollten zusätzlich in einfacher Ausführung beim zuständigen Bauamt/Katasteramt hinterlegt werden. So ist auch der Zugriff bei Verlust oder Diebstahl möglich. Das dient der eigenen Rechtssicherheit!

Ein Bauvorhaben ist von der Planung bis zur Fertigstellung kein einfaches Unterfangen. Die Inanspruchnahme von Experten sowohl für die rechtliche als auch die finanzielle Seite unabdinglich. Es gilt lieber zweimal die Kosten im Vorfeld jeder Bauphase zu kalkulieren als einmal ohne liquide Mittel dazustehen.

Bauplanerstellung anhand des Bundeslandes Bayern

Wenn Sie einen Grundriss oder einen Bauplan zum Bauen Ihres Projektes benötigen, ist das ab heute kein Problem mehr. Baupläne und Grundrisse sehen auf den ersten Blick immer sehr kompliziert aus, sind es aber gar nicht, wenn man eine Software wie den Plan 7 Architekt oder den neu entwickelten HausDesigner 3D hat. Wenn Sie schon eine Vorstellung haben, wie groß ihr Haus werden soll, um welchen Haustypen es sich handeln soll und wie viele Zimmer es haben soll, dann greifen Sie zu unserer Hausbau Software und legen Sie mit der Planung der Grundrisserstellung los. Zeichnen Sie ganz einfach Ihre Baupläne.

Sie werden sehen, dass es nicht mehr schwer ist einen Bauplan oder mehrere Baupläne mit einem Grundriss nach deutschen Baustandards selbst zu zeichnen. Unsere Software ist intuitiv aufgebaut und leicht zu bedienen. Alle Funktionen sind nur einen Mausklick entfernt und auf der Benutzeroberfläche aufgelistet. Unsere Tutorial-Videos, die wir für Sie erstellt haben, werden Ihnen schnell helfen sich mit der Software vertraut zu machen.

Durch die 3D Visualisierung können Sie sich Ihren Plan für den Hausbau perfekt erstellen, Fehler erkennen, beheben und sich das Projekt und den Bauplan bildlich viel besser vorstellen. Mit der Software zum Erstellen vom Bauplan können Sie durch ihren Bauplan nach dem Zeichnen sogar einen virtuellen Rundgang starten.

Viele Einsatzmöglichkeiten

Es ist aber nicht nur möglich Grundrisse & Baupläne nach deutschen Baustandards und Pläne damit zu zeichnen. Auch bei der Umgestaltung des Bads oder der Neueinrichtung der Küche ist es hilfreich, alles vorher in 3D oder in 2D auf dem Bauplan gesehen zu haben. Unser Programm enthält tausende von Objekten mit deren Hilfe Sie einen genauen Raumplan zeichnen können und die Räume auch einrichten können. Somit lässt sich der Plan7Architekt nicht nur als Hausplaner sondern auch als Raumplaner, Einrichtungsplaner, Küchenplaner, Wohnungsplaner und als Grundrissplaner nutzen. Auch der Garten lässt sich damit gut und schnell virtuell planen.

Genaue Berechnung von Flächen und Raummaßen

Sie brauchen genaue Berechnungen von Flächen im Bauplan? Mit dem Plan7 Architekt kein Problem. Der fertig gezeichnete Bauplan enthält alle Maße, die bei einem Grundriss wichtig sind sowie genaue Angaben zu Wohnfläche und Nutzfläche. Auch die Außenmaße vom Grundriss können auf den Bauplänen selbstverständlich abgebildet werden.

Detaillierte Planung von Objekten

Sie möchten Objekte wie Türen oder Fenster detailliert planen oder beabsichtigen noch weitere Objekte wie Haustechnik, Beschläge, Leuchten oder Pflanzen in den Plan für den Bau zeichnen & erstellen zu lassen? Oder Sie möchten mehrschichtige Wände in die Grundrisse & Baupläne einfügen oder gar eigene Balken erstellen? Dies alles beinhaltet der Raumplaner von Plan7Architekt in seinem Funktionsumfang.

Für gehobene Ansprüche

Unsere anspruchsvolle Hausbau Software für Baupläne bietet Funktionen der gehobenen Art: Sie können hiermit verschiedene Tageszeiten simulieren. Dann sehen Sie ganz genau, ob Ihr Wohnzimmer ausreichend ausgeleuchtet wird. Ist Ihr Wohnzimmer zu hell? Dann lassen Sie ganz einfach das Dach weiter überstehen. Ist es zu dunkel? Dann lassen Sie das Dach einfach weniger überstehen.

Der Schatten, den Ihr Ambiente wirft, kann im Tagesverlauf genau nachverfolgt werden. So kann die eine oder andere Pflanze noch verschoben oder eine Jalousie eingefügt werden, sollte der Raum während des Tages zu sonnig sein. Ist Ihre Leseecke zu dunkel? Dann fügen Sie eine formschöne Leuchte ein.

Erweiterter Objektkatalog, Schnitte & Funktionen für Profis

Der Plan 7 Architekt verfügt über einen stark erweiterten Objektkatalog und es können auch eigene Objekte erstellt und im Bauplan verwendet werden.

Sie können Top Grundrisse, Baupläne und Pläne von einem Haus oder einer Wohnung wie ein Architekt zeichnen und in die gängigen Formate wie z.B. PDF, DWG, DXF exportieren lassen. Zeichnen Sie Ihre Immobilien, Ihre Baupläne und Ihr Design wie die Profis und achten Sie dabei auch auf die Kosten, denn jede Planung, die Sie selbst an Ihrem Computer durchführen, sparen Sie anschließend beim Architekten. Der Maßstab vom Hausbau lässt sich dabei beliebig einstellen, wie Sie es für einen Bauantrag auch benötigen. Damit Sie es als Nutzer unseres Bauplaners einfacher haben, sind in unserem Programm zahlreiche Tipps und Vorlagen integriert, mit deren Hilfe Sie schneller mit der Bedienung zurecht kommen. Zusätzlich bekommen Sie als Kunde kostenlos den Zugang zu unserem Support-Ticket-System und unserem neuen Forum für Kunden.

Abgerundet wird der Regen der Funktionen beim Bauplan durch hoch professionelle Werkzeuge wie der Einzeichnung von Höhenlinien, der sekundenschnellen Übertragung sämtlicher Eigenschaften von Objekt zu Objekt, von Darstellung zu Darstellung, sowie die automatische Erkennung von Wandachsen. Noch wichtiger ist deren automatische Korrektur, denn gerade bei Wänden kann ein geringes Verzeichnen fatale Folgen haben. Somit ist der Plan7Architekt auch gut für Unternehmen geeignet.

Zum guten Schluss präsentieren Sie Ihr fertiges Objekt, indem Sie einen virtuellen 3D-Rundgang vom Bauplan erstellen.

Benutzerfreundlichkeit wird bei uns groß geschrieben

Sie fragen sich, ob Sie wirklich in der Lage sein werden, solch hoch komplizierte Top Grundrisse, Baupläne und Pläne zu kreieren? Da können wir Abhilfe bieten!

Wir stellen umfangreiche Video-Tutorials zur Verfügung, um Ihnen die Benutzung so leicht wie möglich zu machen. Scheuen Sie sich nicht, sich auf unserer Homepage vorab zu informieren und zeichnen Sie Ihren Bauplan noch heute.

Allgemeine Informationen zum Thema Bauplan & die Genehmigung speziell für das Land Bayern:

Der lange Weg vom Plan bis zur Genehmigung

Jede erstmalige Errichtung, jede bauliche und auch jede Nutzungsänderung bedarf einer baulichen Anlagengenehmigung; oder anders gesagt, es muss ein Bauantrag inklusive Bauplan eingereicht werden. Artikel 57 der Bayerischen Bauordnung BayBO sieht für bestimmte Situationen Ausnahmen vor. Sie werden verfahrensfreie Vorhaben genannt. Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es selbst bei kleinen und kleinsten Bauvorhaben empfehlenswert, sich vor Beginn der Durchführung beim Landratsamt danach zu erkundigen, ob es verfahrensfrei ist beziehungsweise nicht. Sollte mit einem genehmigungspflichtigen Bauvorhaben ohne vorliegende Baugenehmigung mit Bauplan begonnen werden, dann kann dieser Verstoß als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße belegt werden. Sofern das bislang ohne Genehmigung begonnene Bauvorhaben auch nachträglich nicht genehmigt werden kann, wird in aller Regel dessen Beseitigung per Bescheid angeordnet.

Der Bauantrag als solcher

Er muss schriftlich und in dreifacher Ausfertigung beim Hochbauamt der örtlichen Gemeinde eingereicht werden. Beizufügen sind alle für die Beurteilung sowie für die Bearbeitung notwendigen Unterlagen, auch Bauvorlagen genannt. Vordrucke den den Bauplan und andere Dokumente dazu sind unter www.stmi.bayern.de/service/formulare.de abrufbar. Voraussetzung für eine zeitnahe, bestenfalls unverzügliche Bearbeitung sind die lückenlosen Bauvorlagen. Im Übrigen ist das Landratsamt bestrebt, die Genehmigung für ein beantragtes Bauvorhaben schnellstmöglich zu erteilen.

Übersicht zu den Bauvorlagen

Grundlage für Art und Umfang der Bauvorlagen ist die Bauvorlagenverordnung. Darüber hinaus kann das Landratsamt die Vorlage weiterer Unterlagen sowie Nachweise verlangen, sofern das für die Bewertung und Entscheidung des Bauvorhabens notwendig erscheint. Andersrum kann auch auf die Vorlage einzelner Bauvorlagen verzichtet werden, sofern sie für ein Bewerten der Genehmigungsfähigkeit des beantragten Bauvorhabens nicht notwendig sind.

So läuft das Baugenehmigungsverfahren ab

Seine Baupläne lässt der Bauherr von einem für das Bauvorhaben Bauvorlagenberechtigten erstellen & zeichnen. Zu diesem Personenkreis gehören von Haus aus Architekten sowie Bauingenieure; darüber hinaus in bestimmten Fällen auch Bautechniker sowie Handwerksmeister aus dem Bau- und Zimmereiwesen. Der Bauentwurfsverfasser händigt dem Bauherrn die erstellten Bauunterlagen aus; im Anschluss daran sieht das weitere Antragsverfahren wie folgt aus:

Die unverzichtbare Nachbarbeteiligung

Den Eigentümern der an das eigene Baugrundstück angrenzenden Nachbargrundstücke werden die Bauplanunterlagen zur Kenntnis vorgelegt. Deren eigenhändige Unterschrift gilt als Zustimmung zu dem Bauvorhaben mit der Maßgabe, dass Unstimmigkeiten darüber zu einem späteren Zeitpunkt ausgeschlossen sind und nicht mehr auf rechtlichem Wege geltend gemacht werden. Ohne diese Unterschrift bleibt es dem betroffenen Nachbarn später unbenommen, gegen das Bauvorhaben sowohl außergerichtlich als auch gerichtlich vorzugehen.

Das Einreichen des Bauantrages bei der Wohnsitzgemeinde

Wie bereits ausgeführt, muss der Bauantrag mit dem Bauplan & Grundriss schriftlich und mit allen dazugehörigen Bauvorlagen beim Hochbauamt der örtlichen Gemeinde eingereicht werden. Fehlende Unterlagen vom Bauplan & Grundriss verzögern das Genehmigungsverfahren.

• Der Bauantrag wird im Bauausschuss und/oder direkt im Gemeinderat behandelt und genehmigt respektive in der vorliegenden Form und Fassung zunächst oder endgültig nicht genehmigt

• Der Bauantrag wird zuständigkeitshalber an das Landratsamt weitergeleitet

Die rechtliche Vorprüfung

Sie beinhaltet die Prüfung von

• Bauplanungsanforderungen

• Bauordnungsrechtlichen Anforderungen bei Sonderbauten

• Vollständigkeit aller Unterlagen

Die Fachstellenbeteiligung

Sie beinhaltet das Einholen von Stellungnahmen aller betroffenen Fachstellen wie beispielsweise

• Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

• Naturschutzbehörde

• Straßenbauamt

• Wasserwirtschaftsamt

….. und weitere Fachstellen

Im Anschluss daran folgen der Reihe nach die Technische Prüfung sowie die endgültige Antragsentscheidung.

Das Bauen nach Artikel 59 BayBO im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren

Mit Ausnahme von Sonderbauten wird dieses Verfahren nach Artikel 59 BayBO für all diejenigen Bauvorhaben angewendet, die baugenehmigungspflichtig sind. Geprüft und bewertet werden von der Baugenehmigungsbehörde in diesem Zusammenhang

• die Übereinstimmung mit den bauplanungsrechtlichen Vorschriften

• die Zulässigkeit der baulichen Anlage in Bezug auf die örtlichen Bauvorschriften

• beantragte Abweichungen von der BayBO

• beantragte Abweichungen von aufgrund der BayBO erlassenen Vorschriften

• anderweitig öffentlich-rechtliche Anforderungen für den Fall, dass wegen der Baugenehmigung die Gestattung nach anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften entweder entfällt, eingeschlossen oder ersetzt wird. Beispiele für solche bauordnungsrechtlichen Anforderungen, die nicht geprüft werden und vom Bauherrn eigenverantwortlich eingehalten werden müssen, sind die Abstandsflächen und die Brandschutzplanung.

Das Bauen nach Artikel 60 BayBO im normalen Baugenehmigungsverfahren

Es gilt für sämtliche baugenehmigungspflichtige Sonderbauten, weil sie insgesamt als schwierigere Bauvorhaben gelten als die vereinfachten nach Artikel 59 BayBO.

Die Definition von Sonderbauten

Näheres dazu ist in Artikel 2 Absatz 4 BayBO abschließend ausgeführt. Als Sonderbauten gelten Anlagen und Räume besonderer Art oder Nutzung, die einen der in Absatz 4 genannten Tatbestände erfüllen.

Die Baugenehmigung als rechtsbehelfsfähiger Bescheid

Der Anspruch auf Erteilung einer Baugenehmigung besteht immer dann, wenn das Bauvorhaben den jeweils aktuell geltenden öffentlich-rechtlichen Bestimmungen und Vorschriften nicht widerspricht. Insofern handelt es sich um eine Negativprüfung. Die einmal erteilte Baugenehmigung endet nach Ablauf von vier Jahren. Dieselbe Frist gilt für den Fall, dass die schon begonnene Bauausführung vier Jahre lang unterbrochen worden ist. Eine Verlängerung um weitere zwei Jahre ist auf schriftlichen Antrag hin möglich. Dieser Verlängerungsantrag muss vor Ablauf der noch laufenden Genehmigungsdauer beim Landratsamt eingereicht werden. Für die Höhe der Baugenehmigungsgebühr gilt die Summe der Baukosten. Die Einmalgebühr beträgt abhängig vom individuellen Einzelfall ein bis zwei Promille der Bausumme.

Die bautechnischen Nachweise und ihre Vorlage

Sie müssen vom Bauherrn eigenverantwortlich beigebracht werden. Da sie üblicherweise nicht innerhalb des Genehmigungsverfahrens geprüft werden, brauchen sie auch nicht dem Landratsamt vorgelegt zu werden.

Das verfahrensfreie Bauvorhaben

Keineswegs alle Bauvorhaben sind nach der BayBO genehmigungspflichtig. Der Artikel 57 BayBO enthält einen Katalog über solche verfahrensfreie Bauvorhaben, die ohne Beteiligung von örtlicher Gemeinde respektive von Bauaufsichtsbehörde möglich sind. Für den Bauherrn bedeutet das, sein Bauvorhaben ohne vorheriges Einreichen eines Bauantrages realisieren zu können. Umgekehrt müssen in diesen Fällen eigenverantwortlich all diejenigen Anforderungen eingehalten werden, die in den öffentlich-rechtlichen Vorschriften für bauliche Anlagen gelten. Zu den wesentlichen unter ihnen gehören

• örtliche Gestaltungsanforderungen wie Vorschriften über

– Abstandsflächen

– Brandschutzplanung

Unberührt von der Verfahrensfreiheit bleibt die Verpflichtung zum Einholen von anderen öffentlich-rechtlichen Gestattungen wie eine Zustimmung nach dem

• Denkmalschutz

• Naturschutz

• Wasserrecht

…..

Das Genehmigungsfreistellungsverfahren

In diesem Verfahren gemäß Artikel 58 BayBO ist unter bestimmten Voraussetzungen die Errichtung, Änderung oder auch Nutzungsänderung von baulichen Anlagen auch ohne das formelle Baugenehmigungsverfahren möglich. Ausgenommen davon sind Sonderbauten nach Artikel 2 Absatz 4 BayBO.

Die Voraussetzungen für ein Genehmigungsfreistellungsverfahren

• Der Bau liegt im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes, der entweder qualifiziert oder vorhabenbezogen ist. Er muss unter anderem sowohl die Art als auch das Ausmaß von baulicher Nutzung sowie von überbaubaren Grundstücksflächen regeln.

• Diese Regelungen nebst den weiteren eventuell vorhandenen örtlichen Bauvorschriften müssen in allen Punkten mit dem betreffenden Bauvorhaben korrespondieren.

• Die Baugrundstückserschließung mit Wasser, Strom, Abwasserbeseitigung sowie mit straßenmäßiger Anbindung muss gesichert sein.

Das Mitbestimmungsrecht der örtlichen Gemeinde

Selbst dann, wenn das Bauvorhaben alle Voraussetzungen für ein Genehmigungsfreistellungsverfahren erfüllt, kann die örtliche Gemeinde die Durchführung eines formellen Baugenehmigungsverfahrens verlangen.

Bauvoranfrage und Vorbescheid

Oftmals sind für das Bauvorhaben die Antragsinhalte einerseits kein Problem, andererseits jedoch klärungs- und erklärungsbedürftig. Ein Beispiel dafür ist die bauplanungsrechtliche Grundstücksbebaubarkeit. Wenn sich im Laufe des Verfahrens herausstellen sollte, dass ein vorgesehenes Baugrundstück aus bauplanungsrechtlichen Gründen überhaupt nicht bebaubar sein kann, dann wurde der potentielle Bauherr möglicherweise Zeit und Geld in ein erfolgloses Bauvorhaben investieren. Wenn sich eine solche Situation abzeichnet, dann ist das Einreichen einer Bauvoranfrage bei der örtlichen Gemeinde ratsam.

Der Abbruch einer baulichen Anlage

Das ersatzlose Beseitigen einer baulichen Anlage muss der Gemeinde und dem Landratsamt spätestens einen Monat vor dem Abbruchtermin mitgeteilt werden. Der dafür verwendbare Vordruck ist unter www.stmi.bayern.de/service/formulare.de abrufbar. Ist die abzubrechende Bauanlage an ein weiteres genehmigungspflichtiges Gebäude angebaut, muss ein Tragwerksplaner respektive ein Prüfsachverständiger zusätzlich die Standsicherheit des verbleibenden, also stehenbleibenden Gebäudes bestätigen beziehungsweise die Tragwerksplanung bescheinigen.

Ohne diese Formalien können beseitigt werden

• das freistehende Gebäude der Gebäudeklassen 1 und 3

• eine Bauanlage bis zur Höhe von 10 Metern, die kein Gebäude ist

• das verfahrensfreie Bauvorhaben gemäß Artikel 57 Absätze 1 bis 3 BayBO

Abgesehen von den beiden Formalien

• Beseitigungsanzeige

• Standsicherheitsnachweis

können zum Abbruch noch andere und weitergehende Genehmigungen notwendig sein. Um in dieser Hinsicht alles richtig zu machen, sollte sich der Bauherr vor der Beseitigung einer baulichen Anlage der Vollständigkeit halber bei Gemeinde und/oder Landratsamt erkundigen, ob und wenn, was ansonsten noch berücksichtigt werden muss.