Welche Außentreppen gibt es? – Hausbau Ratgeber

Planen Sie eine Außentreppe für Ihr Haus in Hanglage, oder um vom Balkon in der ersten Etage runter in den Garten zu gelangen? Vielleicht soll der Garten ja auch mit einer schicken Treppe von der Terrasse aus zugänglich werden? Oder fehlt einfach nur ein Fluchtweg? Was es auch ist; Eine Außentreppe muss geplant werden.

Da Außentreppen allen erdenklichen Witterungseinflüssen ausgesetzt sind ist es sinnvoll, sie mit einer thermischen Trennung sowie einer eigenen Gründung zur Abführung der zu tragenden Lasten an der Fassade zu befestigen.

Dass die Treppe zudem auch gestalterischen Charakter hat sollte nicht unbeachtet bleiben. Die Vielzahl an Formen (gerade Form oder Spindel- bzw. Wendeltreppe) und unterschiedliche Größen bieten aber der Kreativität ausreichend Spielraum. Wichtig ist die gestalterische Harmonie zwischen Hauswand und Treppe.

Welches Material ist für eine Außentreppe am besten geeignet?

Entsprechend den vier Jahreszeiten sind auch die Witterungseinflüsse unterschiedlich. Deshalb muss das Material von Wärme bis Hitze im Sommer und von Kälte bis Frost im Winter allen Einflüssen stand halten ohne Schaden zu nehmen. Auch Regen und Schnee darf dem Material keinen Schaden zufügen. Als sehr robust und langlebig bewähren sich Stahltreppen. Vorausgesetzt, sie werden mit einem Korrosionsschutz versehen um nicht zu rosten im Laufe der Zeit.

Die Gestaltung der Außentreppe aus Stein oder Beton

Die Ansicht, Stein sei das witterungsbeständigste Material, hält sich hartnäckig. Stein ist in seiner vielseitigen Ausführung bezüglich Farbe, Musterung, glatte oder raue Oberfläche, strukturiert oder nicht, ein vielfältiger und kreativer Werkstoff.

Die sehr edle Variante bilden geschliffene und polierte Außentreppen aus Granit oder Marmor. Allerdings sollte hier vor allem bei Nässe die Rutschgefahr nicht unterschätzt werden. Außentreppen aus Beton sind optisch zwar nicht unbedingt der Hit, aber äußerst strapazierfähig. Auch die Montage erfolgt sehr zeitsparend, da diese Treppen als Fertigteile im Fachmarkt zu erhalten sind. Eine optische Aufwertung erhalten diese Treppen durch Fliesen oder wenn sie mit Kunststein versehen werden. Ohne diese Aufwertung werden sie meist als Treppen zum Keller im Außenbereich verwendet.

Außentreppen aus Holz: Ja oder nein

Selbstverständlich können Außentreppen auch aus Holz gefertigt werden. Die rustikale Optik kann sogar eine optische Aufwertung der Hauswand, an der sie montiert wird, darstellen. Es sollte allerdings auf speziell beschichtete Holzarten für den Außenbereich geachtet werden. Die Schutzlasur muss zudem in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden. Von Anfang an muss die Änderung des Holzvolumens durch Quellen und Schwinden bei unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit berücksichtigt werden.
Sonst werden Holztreppen sehr schnell unansehnlich und fangen mit den Jahren sogar an zu faulen. Als witterungsbeständige Holzarten gelten Lärche, Eiche und Edelkastanie Viel besser geeignet sind aber das Holz der Robinie oder Afzelia, auch Doussie genannt, sowie das Holz des Bongossi.

Für welche Bereiche am Haus finden Außentreppen Verwendung

Häufig finden Außentreppen als Keller- und Dachtreppen Verwendung. Vielmehr aber sind Außentreppen ein direkter Zugang zum Haus, zu einer weiteren Etage, zur Terrasse und zum Garten. Und gerade deswegen können mit Außentreppen auch immer Designstatements von den Eigentümern gesetzt werden um den Charakter eines Hauses zu unterstreichen und parallel den Nutzwert des Gebäudes zu verbessern. Dies kann durchaus bei richtiger Ausführung im Einklang miteinander stehen. Eine Aufwertung des gesamten Außenbereiches inklusive der Gartenbereiche erfolgt bei richtiger Planung und Wahl fast automatisch. Häufig finden Außentreppen aber auch als Keller- und Dachtreppen Verwendung. Auch für diese gibt es optisch ansprechende, aber weniger opulente Lösungen.

Worauf muss man als Bauherr bei einer Außentreppe achten?

Wichtig ist zu wissen, dass zum Beispiel die Höhe des Handlaufs aber auch die Breite der Stufen zu den baurechtlichen Richtlinien gehören. Diese sind verbindlich und müssen somit eingehalten werden. Ist genügend Platz vorhanden und muss die Treppe nicht sehr hoch sein? Dann können die Stufen auch flacher und dafür etwas breiter sein. Lediglich bei Wendeltreppen gilt diese Aussage nicht. Damit ein effektiver Ablauf für Regenwasser gewährleistet ist sollten die Stufenkanten abgesenkt werden. Das verringert auch etwas die Rutschgefahr.

Eine Außentreppe selber anfertigen

Geschickte Handwerker werden damit wahrscheinlich keine Probleme haben. Ganz gleich ob die Außentreppe direkt in den Boden oder doch lieber mit einem Fundament aus Beton errichtet werden soll.

Welche Außentreppen eignen sich für den Garten?

Kleinere Gartentreppen können zum einen als so genannte Knüppeltreppen gebaut werden oder etwas stabiler mit einem Betonfundament. Bei der erstgenannten Ausführung werden zuerst Schrägen im Mutterboden vorgefertigt um dann stufenweise die Pfähle zu setzen. Die Zwischenräume können mit Erde oder Kies bzw. Split aufgefüllt werden um die nötige Stabilität herzustellen.

Für die zweite Bauausführung eignen sich Blockstufen. Diese können durchaus auch aus passgenauen Beton- und Steinquadern bestehen. Eine weitere Lösung sind Setz- und Trittstufen. Bei geschickter Auswahl können interessante Akzente gesetzt werden. Da die Platten ein geringes Eigengewicht haben sind sie leicht zu verarbeiten.

Ähnlichkeit mit der Knüppeltreppe hat eine Treppe mit Stellstufen. Die Begrenzung der Stellstufen kann mit Beton- oder Natursteinplatten erfolgen. Aufgefüllt wird mit Pflaster.