Zaun, Mauer oder Hecke? – Vor- & Nachteile + Tipps

Mit der Fertigstellung eines neuen Grundstücks müssen Sie dieses auch begrenzen, denn so halten Sie nicht nur ungebetene Gäste von dem Grundstück fern, sondern sorgen auch für eine optische Grenze auf dem Grundstück. Grundsätzlich kommt ein Zaun, eine Mauer oder eine Hecke als Begrenzung für Ihr Grundstück in Frage. Doch wo liegen die Vor – und Nachteile dieser drei Möglichkeiten und welche Tipps sollten Sie dringend beachten, wenn Sie sich für einen Zaun, eine Mauer oder eine Hecke entscheiden?

Welche Vor – und Nachteile bietet ein Zaun?

Ein Zaun punktet vor allem damit, dass dieser wenig Platz benötigt: Im Gegensatz zu einer Hecke oder einer Mauer ist ein Zaun viel schmaler und so können Sie diesen auch an Orten platzieren an, welchen nur wenig Platz vorhanden ist. Zudem erhalten Sie viele Arten von Zäunen schon für einen günstigen Preis – dies gilt natürlich nicht für einen schweren Schmiedezaun, denn dieser beläuft sich meist auf einen höheren Preis. Zudem erhalten Sie mit einem Zaun viele Möglichkeiten der Gestaltung. Besonders pflegeleicht ist ein Zaun ebenfalls: Sie müssen diesen höchstens mal alle paar Jahre streichen oder mit einem Schutzlack überziehen aber ein größerer Pflegeaufwand besteht nicht. Darüber hinaus sind Zäune lichtdurchlässig – möchten Sie ein lichtdurchflutetes Grundstück gaben, so kann das einen Vorteil für Sie darstellen.

Allerdings kann dieser Faktor auch einen Nachteil für Sie darstellen, denn die Lichtdurchlässigkeit sorgt auch dafür, dass Ihr Grundstück sehr einsichtig ist. Nachbarn können also zum Beispiel einfach auf Ihr Grundstück schauen. Beachten Sie auch, dass ein Zaun keinen Schallschutz aufweist – befindet sich Ihr Grundstück also an einer stark befahrenden Straße, so ist ein Zaun möglicherweise nicht die beste Lösung für Sie.

Zaun – was sollten Sie beachten?

Entscheiden Sie sich für einen Zaun, so sollten Sie zunächst immer auf die Art des Zauns achten: Holzzäune sind besonders beliebt, denn diese wirken natürlich, sind in der Regel preiswert und stehen auch in Varianten zur Verfügung, welche für mehr Sichtschutz sorgen. Beachten Sie aber auch, dass das Holz anfälliger für Schäden ist. Metallzäune wiederum sind besonders robust, zeichnen sich durch ihre hohe Stabilität aus und weisen teilweise stilvolle Verzierungen auf, welche möglicherweise perfekt zu Ihrem Grundstück passen. Beachten Sie hier aber den höheren Preis und die kostspieligere Montage. Darüber hinaus können Sie sich für einen Zaun aus Kunststoff entscheiden, welcher vor allem mit seinem günstigen Preis und einer hohen Lebensdauer punkten. Optisch wirken die meisten Kunststoffzäune jedoch überhaupt nicht ansprechend und auch die Stabilität solcher Zäune ist zu hinterfragen.

Grundsätzlich sollten Sie bei einem Zaun immer auf die richtige Höhe achten, denn diese ist an die Vorgaben Ihres Bauamtes gebunden und so dürfen Sie eine bestimmte Höhe nicht überschreiten. Beachten Sie zudem, dass ein zu hoher Zaun auf einem kleinen Grundstück meist dafür sorgt, dass das Grundstück noch kleiner wirkt. Sehen Sie daher immer die Höhe des Zauns im Verhältnis zu der Größe Ihres Grundstücks.

Welche Vor – und Nachteile bietet eine Mauer?

Mauern punkten vor allem mit ihrer hohen Lebensdauer, denn wurden diese einmal professionell installiert, so halten diese in der Regel über viele Jahrzehnte. Dabei halten diese auch extremen Temperaturunterschieden und Witterungsbedingungen problemlos stand. Außerdem handelt es sich bei Mauern wohl um die robusteste Art von Abgrenzungen, welche Sie für Ihr Grundstück einsetzen können. Es gibt des Weiteren eine Vielzahl verschiedener Arten von Mauern – je nachdem, wie Sie Ihr Grundstück gestalten möchten, können Sie daher eine unterschiedliche Art von Mauer auswählen und diese nach Ihren Wünschen gestalten. Darüber hinaus sind Mauern vollkommen blickdicht und bieten somit die optimale Privatsphäre auf Ihrem Grundstück. Durch eine gewisse Dicke und Höhe bieten Mauern zudem auch einen guten Schutz vor Lärm. Gerade in einem dicht besiedelten Wohngebiet kann ein Mauer daher einen Vorteil darstellen.

Beachten sollten Sie allerdings, dass der Bau einer Mauer an einen hohen Aufwand gebunden ist. Wenn Sie Ihre Mauer nicht gerade selbst errichten, müssen Sie daher auch die hohen Kosten in Kauf nehmen, welche mit der Mauer einhergehen. Zudem sind die meisten Mauern durch ihre Dicke und Höhe eher für ein größeres Grundstück geeignet, denn auf kleinen Grundstücken sorgen die Mauern nur dafür, dass diese noch kleiner wirken. Bevor Sie überhaupt an die Planung einer Mauer für Ihr Grundstück gehen, sollten Sie sich außerdem über die spezifischen Anforderungen Ihres lokalen Bauamts informieren, denn je nach Region können diese sehr unterschiedlich ausfallen.

Auf welche Merkmale sollten Sie bei einer Mauer achten?

Grundsätzlich können Sie sich zwischen verschiedenen Arten von Mauern entscheiden. Welche dabei für Sie die beste ist, hängt von Ihren persönlichen Anforderungen und Ihrem Geschmack ab. So gibt es zum einen die klassische Mauer aus Ziegeln oder Klinkern, welche symmetrisch ist, sich durch ihre schmalere Form auch für kleinere Grundstücke eignet und zudem robust ist. Zum anderen können Sie eine Mauer aus Natursteinen anschaffen, welche mit ihrem natürlichen und mächtigen Look überzeugt und zudem besonders robust und langlebig ist. Ebenfalls über ein natürliches Erscheinungsbild verfügt eine klassische Trockenmauer: Diese besteht aus Natursteinen, welche so übereinandergeschichtet werden, dass teilweise große Lücken entstehen.

Achten Sie bei einer Mauer für Ihr Grundstück stets auf die Anforderungen, welche Ihr Bauamt an diese stellt, denn diese können Sie in Ihrem Bau der Mauer unter Umständen beschränken. Beachten Sie zudem, dass Ihre Mauer ein robustes Fundament benötigt, denn von diesem hängt maßgeblich die Lebensdauer Ihrer Mauer ab. Grundsätzlich müssen alle Mauern außer Trockenmauern gut vor Regen geschützt sein, denn tritt Wasser in das Innere der Mauern ein, so kann dieses hier große Schäden anrichten. Haben Sie nicht die notwendige Fachkenntnis zum Bau einer Mauer, planen Sie die Mauer an einer komplizierten Stelle auf Ihrem Grundstück oder möchten Sie sich keine Arbeit machen, so sollten Sie die Mauer in jedem Fall auf professionelle Art und Weise errichten lassen.

Welche Vor – und Nachteile bietet eine Hecke?

Mit der Hecke steht Ihnen die dritte Möglichkeit zur Abgrenzung Ihres Grundstücks zur Verfügung. Eine Hecke sorgt vor allem für einen größeren Bestandteil an Pflanzen auf dem Grundstück und gestaltet die Abgrenzung Ihres Grundstücks zudem besonders natürlich. Zudem haben Sie die Möglichkeit, die verschiedensten Pflanzen für Ihre Hecke auszuwählen. Sie können Ihre Hecke daher genau an Ihren Geschmack anpassen. Ist die Hecke erst einmal zu einer ausreichenden Höhe herangewachsen, so können Sie diese des Weiteren nach Ihren Vorstellungen gestalten und in Form bringen. Die meisten Pflanzen, welche sich für Hecken eignen, halten dabei auch größeren Belastungen stand. Da Sie für Ihre Hecke außerdem Pflanzen auswählen können, welche das ganze Jahr grün sind, sorgen Sie mit einer Hecke ebenso für einen optimalen Sichtschutz. Des Weiteren ist eine Hecke besonders günstig, denn Sie benötigen lediglich eine gewisse Anzahl an Pflanzen für diese.

Beachten Sie jedoch, dass die Pflanzen zunächst einmal heranwachsen müssen. Hier liegt der größte Nachteil der Hecke: Diese wirkt nicht sofort als optimale Abgrenzung und als Sichtschutz. Somit müssen Sie zunächst Geduld mitbringen, bis Ihre Hecke eine ausreichende Höhe erreicht hat. Des Weiteren müssen Sie Ihre Hecke regelmäßig gießen und pflegen. Das jährliche Schneiden ist dabei nicht zu vernachlässigen. Durch eine ausbleibende Pflege kann die Hecke schnell Schäden davontragen – zum Beispiel, wenn sich Schädlinge in dieser ansiedeln. Darüber hinaus ist eine Hecke in der Regel nicht vollständig dicht, sodass Sie theoretisch noch durch diese hindurchklettern können.

Diese Faktoren sollten Sie bei einer Hecke nicht außer Achte lassen!

Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Arten von Hecken, welche Sie anlegen können: Mit einer Hecke, welcher sich regelmäßig einen Formschnitt verpassen, sorgen Sie vor allem für eine dichte Hecke mit einem guten Sichtschutz. Für eine solche Hecke eignet sich die Eibe besonders gut. Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit, sich für eine Hecke zu entscheiden, welche Laub trägt – beachten Sie hier jedoch, dass diese im Winter keinen Sichtschutz mehr bietet. Frei-wachsende Hecken wiederum sind besonders pflegeleicht: Sie können diese einfach anpflanzen und die Hecke breitet sich über die Jahre aus. Planen Sie dafür jedoch genügend Platz ein, sodass die Hecke nicht auf das Nachbargrundstück wächst.

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