Welche Fassadenverkleidungen gibt es? Aufklärung

In Mitteleuropa hält ein Haus in der Regel zwischen 50 und 100 Jahren. Anders sieht die Sache jedoch bei den Fassadenverkleidungen aus, denn sie sind jeden Tag dem Wetter ausgesetzt. Früher oder später müssen sie daher renoviert oder sogar ganz erneuert werden. Dabei geht es nicht nur um eine schöne Optik, denn die Fassade hat auch eine sehr wichtige Schutzfunktion, der sie nachkommen muss. Es gibt jedoch unterschiedliche Fassadenverkleidungen, für die man sich entscheiden kann. Diese sind auch mit unterschiedlichen Kosten verbunden und haben verschiedene Vorteile zu bieten. Was sollte man über die Fassadenverkleidungen also wissen? Was gilt es zu beachten?

Was muss vor dem Verkleiden der Fassade passieren?

Bevor es um die eigentliche Fassadenverkleidung geht, gibt es auch noch einen Untergrund, der vorbereitet wird. Wer die Verkleidung direkt auf die Wand aufbringen will, muss die Mauer oder das Holz zuerst einmal säubern. Dabei werden auch schadhafte Stellen ausgebessert. Auf der Außenwand muss je nach Verkleidung der Fassade eine Unterkonstruktion hergestellt werden, die tragfähig ist. Auf dieser werden die Fassadenelemente verlegt.

An dieser Stelle kann man die Erneuerung der Fassade auch gleichzeitig für eine Verbesserung der Dämmung des Hauses nutzen. Unterschiedliche Wärmedämmungen stehen dafür heute zur Verfügung. Wer seine Fassade erneuern möchte, sollte diesen Punkt daher ebenfalls berücksichtigen, da eine gute Dämmung einiges an Energiekosten einsparen kann.

Womit kann die Fassade verkleidet werden?

Wir dürfen uns heute über eine besonders vielseitige Auswahl an unterschiedlichen Verkleidungen freuen. So findet man den klassischen Außenputz, Blech, Naturstein, Holz, Paneele aus Metall oder Kunststoff oder Faserzement. Wer sich für Stein entscheidet, greift zu einem besonders robusten und witterungsbeständigen Material.

– Die Putzfassade

Die Putzfassade ist die Fassade, die man bei den meisten Wohnhäusern findet. Sie ist hierzulande sehr weit verbreitet. Sie ist günstig, muss jedoch immer wieder gestrichen oder renoviert werden. Nach etwa 10 Jahren benötigt diese Art der Fassade daher einen neuen Anstrich.

– Die Klinkerfassade

Diese Fassade verspricht einen sehr guten Schutz gegen Schlagregen und gegen starken Wind. Im Norden von Deutschland ist diese Fassadenart besonders beliebt. Meist ist die Dämmeigenschaft einer Klinkerfassade besser als bei einer Putzfassade.

– Paneele aus Faserzement

Auch Faserzement ist sehr beliebt, wenn es um Fassadenverkleidungen geht. Die Fassade gilt als sehr langlebig und kann auch gestrichen werden. Die Unterkonstruktion muss bei dieser Variante jedoch robust und sehr tragfähig sein.

– Paneele aus Holz

Natürlich gibt es auch Paneele aus Massivholz wie Kiefer, Lerche oder Fichte. Die Fassaden sehen zwar wunderschön aus, haben jedoch auch einen hohen Wartungsaufwand, da sie immer wieder neu lackiert werden müssen.

– Paneele aus Kunststoff

Auch Kunststoffpaneele findet man heute für die Fassadenverkleidung. Der Wartungsaufwand ist in diesem Fall eher gering. Die Paneele sind sehr beständig gegen die UV-Strahlung und müssen nur nach einigen Jahren gereinigt werden.

Die Fassade mit Schieferplatten

Auch diese Variante gibt es heute. Die Fassade aus Schieferplatten gehört zu den besonders langlebigen Fassadenverkleidungen, die man heute findet. Man findet sie meist an historischen Gebäuden, die bereits einige Jahrhunderte überlebt haben.

Nicht nur die Langlebigkeit von Schiefer spielt dabei eine Rolle, sondern auch die Tatsache, dass Schiefer auch nicht so einfach verschmutzt. Darüber hinaus können die Verschmutzungen sehr einfach mit Wasser entfernt werden. Schiefer hat somit zahlreiche Vorteile als Hausfassade zu bieten.

Wer sich eine besonders langlebige und hochwertige Fassade wünscht, sollte daher an Schiefer denken. Auch die Gestaltungsmöglichkeiten sind in diesem Bereich sehr vielseitig und können jedem Haus eine individuelle Note verpassen.

Fazit:

Die Fassade bildet praktisch den Abschluss des Hauses. Dabei stehen uns heute zahlreiche verschiedene Fassadenverkleidungen zur Verfügung, die alle ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen. Für welche Variante man sich entscheidet, ist natürlich auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wer es gerne langlebig und besonders robust haben will, der sollte sich für Naturstein oder Schiefer entscheiden. Besonders weit verbreitet ist hierzulande die einfache Putzfassade, die jedoch regelmäßig gestrichen und renoviert werden muss. Darüber hinaus sollte man bei einer Renovierung auch an die entsprechende Dämmung denken, die die Energiekosten deutlich senken kann.