Wann braucht man einen Statiker beim Hausbau? – Aufklärung

Irrelevant, ob es sich um einen Umbau, einen Neubau oder eine Modernisierung handelt, es wird ein Statiker benötigt, damit nachweislich ein sicheres Bauen gewährleistet werden kann. Im Zweifel kann eine Beauftragung von einem Statiker sogar einiges an Baukosten einsparen.

Was ist ein Statiker?

Unter einem Statiker oder einem Baustatiker wird ein Bauexperte bezeichnet. Seine Aufgabe liegt darin, zu berechnen, wie stark die Decken oder die Wände von einem Haus sein müssen, wie viel Bewehrungsstahl in die Betonbodenplatte kommen muss oder welchen Holzquerschnitt die Firstpfette am oberen Dachende haben muss. Allerdings sorgt ein Statiker nicht nur dafür, dass das Haus des Kunden nicht zusammenfällt, viel mehr hilft ein Statiker auch im finanziellen Bereich weiter. Dies resultiert daraus, da durch eine sehr genaue Planung Kosten im späteren Bau eingespart werden können.

Wann wird ein Statiker benötigt?

Nun stellt sich die Frage, wann ein Statiker überhaupt benötigt wird. Pauschal kann gesagt werden, dass immer dann ein Statiker herangezogen werden sollte, wenn eine bauliche Änderung oder ein Neubau geplant werden, welche ein bestehendes Bauwerk verändern sollen. Dies bedeutet in weiterer Folge, dass ein Statiker bei fast jeder Baumaßnahme benötigt wird. Sie möchte lediglich einen schweren Kaminofen auf eine Holzbalkendecke stellen oder möchten eine Zwischenwand in einem Haus entfernen? Selbst in diesen Fällen sind Sie auf der sicheren Seite, wenn Sie ein fachmännisches Urteil berücksichtigen. Dies ist deshalb so wichtig, da selbst eingezogene Wände, welche ursprünglich nicht geplant, aber durch einen Setzungsprozess entstanden sind, im Altbau eine wichtige Funktion übernommen haben können. Sollten diese einfach entfernt werden, führt dies zu Rissbildungen oder noch viel schlimmeren Konsequenzen.

Wer muss den Statiker beauftragen?

Sollte es sich um einen Neubau handeln, wird die Bauherrschaft einen Architekten beauftragen, damit dieser das Haus plant. Separat wird die Bauherrschaft einen Statiker beauftragen, damit dieser die einzelnen Bauteile dimensioniert. In den meisten Fällen ist es so, dass der Architekt einen beratenden Ingenieur vorschlägt. Sollte es sich um ein Einfamilienhaus drehen, wird der Architekt in den meisten Fällen bereits eine Vordimensionierung vornehmen.

Diese wird anschließend nur noch von dem Statiker überprüft. Sollte es sich um einen Umbau handeln, suchen sich die Bauherren in der Regel ebenso einen Architekten. Dieser prüft dann die baurechtliche Zulässigkeit und schätzt ab, ob die Standsicherheit überhaupt gewährt werden kann. Gegebenenfalls empfiehlt dieser auch die Beauftragung von einem Baustatiker. Allerdings kann es bei einem Umbau auch dazu führen, dass direkt ein Statiker beauftragt wird und die Beauftragung nicht erst über den Architekten erfolgt. Es wäre wichtig, wenn der Statiker von dem Bauherrn gleich von Anfang an miteinbezogen wird.

Wie können mit der Beauftragung von einem Statiker Kosten eingespart werden?

Sollte es sich um einen entwerfenden Baustatiker handeln, welcher offiziell bauvorlageberechtigt ist, kann die Beauftragung für den Kunden einige Vorteile mitbringen. Bei einer innovativen Tragwerksplanung sind gestalterische Freiheit und große Flexibilität gefragt. Beispielsweise können sich mit diesen Eigenschaften Gebäude planen lassen, welche tragende Bauvorteile aufweisen und über stützenfreie und große Räume verfügen. Außerdem wird die Bauherrschaft durch das Heranziehen von einem Statiker noch einige weitere Vorteile erleben können. Wenn ein Statiker die Berechnungen optimal ausführt, kann die Bauherrschaft viel Geld für Materialkosten einsparen. Die Kosten für das Bauen sinken enorm.

Dies resultiert daraus, da der Statiker in die genaue Planung keine mehrfache Sicherheit einplant. Außerdem sollte beachtet werden, dass entsprechend den Landesbauordnungen ein Statiker nicht nur für die Sicherheitsnachweise beim Bauen benötigt wird. Ein Statiker ist auch für die rechnerischen Nachweise für Wärmeschutz-, Brand- und Schallwerte bei Gebäuden verantwortlich. Ein Statiker wird nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure bezahlt. Diese Honorarordnung regelt die Summen verbindlich in sogenannten Honorartafeln. Es ist wichtig, zu wissen, dass die Höhe immer von der Schwierigkeit der Aufgabe, dem Umfang und dem einzelnen Bauvorhaben sowie den damit zusammenhängenden Baukosten abhängt.

Fazit

Zusammenfassend kann somit geschlussfolgert werden, dass die Beauftragung von einem Statiker durchaus sehr viel Sinn macht. Er ist neben der Einschätzung von Sicherheitsstandards auch für die rechnerischen Hinweise verantwortlich. Aufgrund dessen ist es sehr wichtig, dass ein Statiker beauftragt wird, wenn eine Modernisierung, ein Neubau oder ein Umbau anstehen. Jeder, der einen Statiker beauftragt, wird sich zum einen eine Menge an Geld einsparen und zum anderen sehr sicher fühlen. Das Sicherheitsgefühl entsteht dadurch, da durch die Beauftragung von einem Statiker einige Risiken eliminiert werden können.