Treppenplanung: Anleitung & 10 Tipps

Treppen werden sehr häufig als Bauteil benutzt, um Höhenunterschiede auszugleichen. Da es sehr viele unterschiedliche Formen von Treppen gibt, sind sie ein wichtiges Gestaltungselement. Da immer mehr Unfälle im Zusammenhang mit Treppen entstehen, ist es sehr wichtig, sich mit der Sicherheit auf Treppen zu beschäftigen. Dieser Beitrag soll Ihnen Aufschluss darüber geben, was Sie im Zusammenhang mit Treppen beachten müssen, damit Sie sicher leben können. Außerdem werden Ihnen zehn ultimative Tipps mit auf den Weg gegeben.

1. Das Eck bei den Treppen

Wenn Treppenstufen verzogen werden sollen, müssen viele Anforderungen erfüllt werden. Aufgrund dessen ist es zu empfehlen, einen Treppenspezialisten aufzusuchen. Da die Nutzungssicherheit von einer Treppe meist mehr als 50 Jahre beträgt, ist es besonders wichtig, auf die Anforderungen zu achten. Zur Wendelungsecke hin muss der Auftritt stetig abnehmen und gleichbleibend sein. Bei einem geradläufigen Bereich von einem Treppenlauf dürfen aus einer Wendelung heraus nur gewendelte Stufen angeordnet sein, wenn die Länge nicht mehr als 3,5 x a beträgt. Dies entspricht der Norm DIN 18065.

2. Die richtige Treppenform

Im Normalfall wird die Form der Treppe durch die baulichen Gegebenheiten bestimmt, allerdings sollte die Treppensicherheit auf keinen Fall aus den Augen verloren werden. Das Unfallrisiko ist je nach Form unterschiedlich hoch. Bei geradläufigen und gewendelten Treppen kann von einer hohen Sicherheit ausgegangen werden, wenn die Normen eingehalten werden. Sollten Podeste eingeplant werden, steigt die Unfallgefahr.

3. Die rutschhemmende Oberfläche von den Stufen

Es ist sehr gefährlich, wenn man auf der Treppe ausrutscht. Zwar muss im privaten Bereich nicht auf spezielle Anforderungen geachtet werden, allerdings wird dennoch angeraten, auf rutschhemmende Eigenschaften zu achten. Zwar werden Sie Ihre Treppe im Schlaf kennen, allerdings werden Sie diese ohne Schuhe und unausgeschlafen betreten. Aufgrund dessen bietet eine rutschhemmende Oberfläche ein zusätzliches Maß an Sicherheit. Im gewerblichen Bereich wird im Eingangsbereich bei den Innentreppen eine Oberflächenanforderung erfordert. Diese soll das Ausrutschen an den Oberflächen durch rutschhemmende Eigenschaften vermeiden. Die Regel ist bei allen Treppen anzuwenden, auf welche von Außen Feuchtigkeit hereingetragen wird.

4. Stufenkanten ohne Zusätze

Das Unfallrisiko steigt bei dem Einsatz von Stufenprofilen. Am besten sollte auf Radien zwischen zwei und zehn Millimeter gesetzt werden. Bei kleineren Kantenprofilen besteht das Risiko zum Hängenbleiben mit der Sohle des Schuhs, was sehr schwere Verletzungen nach sich ziehen kann. Dies ist auf die Scharfkantigkeit zurückzuführen. Sollte ein größerer Radius gewählt werden, besteht die Gefahr, dass die Stufenkontur nicht wahrgenommen wird und aufgrund dessen ein Abrutschen geschieht.

5. Handlauf und Geländer

Es ist sehr wichtig, dass an allen freien Seiten der Treppenpodeste und Treppenläufer Geländer angebracht werden. Dies ist dann der Fall, wenn sie an Flächen angrenzen, welche mindestens 100 Zentimeter tiefer liegen. Sollte es sich um Wohngebäude, mit mehr als zwei Wohnungen, handeln muss die Geländerhöhe mindestens 90 Zentimeter betragen. Es ist sehr wichtig, dass Kinder bei diesem Geländer nicht hängen bleiben, durchrutschen oder hochklettern können. Weiters müssen Treppen mindestens auf einer Seite mit einem griffsicheren und festen Handlauf ausgestattet sein. Dieser ist auf einer Höhe von 80 bis 115 Zentimeter anzubringen. Außerdem muss zu anderen Bauteilen oder zur benachbarten Wand ein Abstand von mindestens fünf Zentimeter eingebracht werden. Unterbrechungen des Handlaufs sind bei weniger als 20 Zentimeter zulässig.

6. Sicher für Kinder

Vor allem mit Kindern im Haus sollte ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit von Treppen gelegt werden. Es müssen die verschiedenen Regelungen der Landesbauordnungen beachtet werden. Damit Kinder nicht bei den Treppen durchrutschen können, dürfen die Öffnungen nicht größer als zwölf Zentimeter sein. Dies kann durch sehr einfache bauliche Maßnahmen bewerkstelligt werden. Dies können zum Beispiel Kinderschutzleisten sein. Dies ist zu empfehlen, wenn die Stufendicke unter fünf Zentimeter beträgt. Außerdem können an allen An- und Austritten Kinderschutztüren angebracht werden.

7. Die Treppenbeleuchtung

Damit die Sicherheit auf Treppen gewährt werden kann, sollte ein Mindestmaß an Beleuchtung eingeplant werden. In der Nähe der Treppenabgänge und Treppenzugänge sollten gut zugängliche Lichtschalter eingeplant werden. Eventuell könnten die Setz- und Trittstufen mit unterschiedlichen Farben gestaltet werden oder die Stufen unterhalb beleuchtet werden.

8. Sturzgefahr vermeiden

Es ist sehr wichtig, dass die Treppenpodeste und Treppen im Allgemeinen nicht als Abstellplatz oder Lagerplatz verwendet werden. Dies erhöht nämlich das Risiko für einen Sturz.

9. Reinigung und Pflege

Es ist sehr wichtig, die Treppen regelmäßig zu pflegen, sodass ein einwandfreier Zustand eingehalten wird. Es ist sehr wichtig, dass der Verschleiß der Stufenkanten und der Treppenstufen soweit wie möglich gemindert wird.

10. Nutzlasten

Eine Stufe soll eine Einzellast von 200 Kilogramm vertragen können.