Keller – mit welchen Kosten muss man rechnen?

Es gibt ein altes Sprichwort in der Welt der Bauherren: Der Keller kostet oft mehr als der Neubau selbst. Dennoch stellt man sich die Frage, ob an dem Sprichwort wirklich so viel dran ist oder ob die Sache nicht doch ein wenig übertrieben ist!? Wer ein Haus plant, der möchte vielleicht auch einen Keller bauen. Die Kosten für einen Keller werden einem wohl nicht ruinieren, wenn man schon baut. Doch wie teuer der Keller am Ende tatsächlich wird, hängt von vielen verschiedenen Dingen wie der Ausstattung oder der Verwendungsweise ab. Mit welchen Kosten darf man also rechnen und was gilt es zu beachten?

Unterschiedliche Kellervarianten

Keller ist nicht gleich Keller. Wer von einem Keller spricht, der meint entweder einen Raum für seine Vorräte oder einen zusätzlichen Wohnraum. In diesem Fall würde man von einem sogenannten Wohnkeller sprechen. Natürlich erhöht sich damit auch der finanzielle Aufwand, jedoch ebenso der Wert des Hauses. Wer den Keller nur als Lagerraum verwenden möchte, sollte dennoch in einen thermischen Schutz investieren. Vielleicht möchte man ja später dennoch einen Wohnraum daraus machen!?

Kosten hängen auch vom Gebiet ab

Wer in einem Gebiet wohnt, in dem es einen niedrigen Grundwasserspiegel gibt, kann auch mit geringeren Kosten für die Errichtung des Kellers rechnen. In diesem Fall kann man sich beispielsweise für einen Hochkeller entscheiden. Dieser befindet sich rund einen halben Meter über dem Erdreich. Sollte es in der Region einen hohen Grundwasserspiegel geben, muss der Keller auch einen Nässeschutz aufweisen. Dieser sollte sehr robust sein, damit auch eine lange Lebenszeit garantiert werden kann.
Der Keller muss gegen Feuchtigkeit geschützt werden. Entscheidend ist daher bereits die Planung.

Je nach Bauweise kostet ein Keller für ein Einfamilienhaus etwa 40.000 bis 60.000 Euro. Sollte man den Keller in einem Areal errichten, das als gefährdet gilt, muss man mit 3.000 bis 4.000 Euro zusätzlich rechnen. In diesem Fall benötigt man spezielle Schutzmaßnahmen wie Drainagen oder Abdichtungen usw. Ein Hochkeller kostet rund 50.000 Euro. Abhängig sind die Kosten auch davon, ob man auf spezielle Lichtschächte usw. verzichten kann oder eben nicht.

Auch die Möglichkeit eine Grundplatte als Basis für den Keller zu errichten gibt es. Doch auch in diesem Fall benötigt man einen thermischen Schutz. Die Kosten für die Grundplatte liegen bei rund 30.000 Euro inklusive Isolierung, Material und Arbeitskosten.

Können Kosten eingespart werden?

Diese Frage stellen sich viele Menschen immer wieder gerne. Generell kann gesagt werden, dass eine sogenannte Vollunterkellerung wesentlich teurer ist als eine Teilunterkellerung. Wer nur einen Teil unterkellern lässt, kann sich einiges an Kosten einsparen. Auch ein Hochkeller ist meist günstiger als ein Keller, der sich tatsächlich unter der Erde befindet. Bei einem Hochkeller benötigt man keine Lichtung oder besonderen Abdichtungen. Auch die Isolierung läuft bei dieser Variante anders als bei einer Vollunterkellerung.

Dennoch sollte man auch bei dieser Variante nicht auf eine dementsprechende Isolierung verzichten. Wenn Feuchtigkeit in den Raum eindringt, wirkt sich das immer negativ auf die Substanz aus. Nach einer Zeit kann es dadurch zu Schimmel und anderen Problemen kommen, die dann wieder teuer behoben werden müssen. Es ist daher eine gute Idee, lieber gleich ein paar Euros mehr zu investieren, als sich später zu ärgern.

Fazit:

Ein Keller ist teuer. Das ist mittlerweile bekannt bei den meisten Bauherren. Dabei kommt es jedoch stets darauf an, um welche Art von Keller es sich handeln soll und wie die Lage des Hauses ist. Einige Faktoren spielen dabei also eine entscheidende Rolle und sind ausschlaggebend für den Preis. Generell sollte gesagt werden, dass man in keinem Fall bei der Isolierung sparen sollte. Diese ist vor allem bei einem Keller sehr wichtig. Wer in diesem Punkt spart, hat meist das Problem, dass er einige Jahre später Probleme mit der Feuchtigkeit und Schimmelbildung bekommt. In diesem Fall kann die Sache dann nur erneut relativ teuer bekämpft werden.