Fassadenputz: Außenwand verputzen – Anleitung & Tipps

Jeder, der die Fassade Ihres Hauses sieht, prägt sich einen Eindruck über Ihr Haus und in weiterer Folge auch über Sie ein. Aufgrund dessen ist es wichtig, Ihre Außenwand zu verputzen. Aber wie funktioniert das überhaupt? All dies und mehr erfahren Sie in diesem Beitrag. Anschließend werden Sie definitiv ein Experte in der Thematik sein und Ihre eigene Außenwand verputzen können.

Warum sollte die Fassade verputzt werden?

Bei dem Fassadenputz handelt es sich um eine Schutzschicht für das Haus. Es ist besonders wichtig, die Außenwand zu verputzen. Dies resultiert daraus, da dadurch die Fassaden vor Frostschäden, UV-Strahlung, Schmutz, Schlagregen und Feuchtigkeit geschützt werden. Der Außenputz kümmert sich darum, dass die Wohnfeuchtigkeit abziehen kann. Bei dem Verputzen werden mehrere Schichten von dem Putz aufgetragen. Grundsätzlich gilt, je mehr Unterputzlagen aufgetragen werden, desto fester hält das Ganze. Die Struktur verschafft der Oberputz. Das genaue Putzsystem ist von einigen Faktoren abhängig. Es ist sehr wichtig, dass die Außentemperatur mindestens fünf Grad Celsius beträgt, während die Außenwand verputzt wird.
Fassadenputz: Außenwand verputzen

Wie wird die Fassade am besten verputzt?

1.) Den Untergrund vorbereiten

Zuerst muss der Untergrund von der Fassade vorbereitet werden. Es ist sehr wichtig, dass der tragfähige Putzuntergrund sauber, trocken und frei von Staub und losen Teilen ist. Aufgrund dessen sollte die freie Außenwand vorab mit einer Bürste abgebürstet werden. Außerdem können Fehlstellen durch Reparaturmörtel ausgeglichen werden, damit eine ebene Oberfläche entsteht. Stark saugende Untergründe wie Kalksandstein oder Porenbeton sollten mit einer Grundierung vorbehandelt werden. Des Weiteren ist es sehr wichtig, dass Mauerrisse vor dem Verputzen repariert werden. Es ist sinnvoll, auf Putzschienen oder Putzprofile zurückzugreifen. Diese helfen nämlich bei der Einhaltung und der Festlegung der Putzschichtdicke, dienen dem Systemabschluss und sichern die Putzränder. Die Profile sollten mit kleinen Putzmörteln oder kleinen Ansetzmörteln in Abständen von ungefähr 50 Zentimeter fixiert werden.

2.) Den Unterputz anmischen

Der Unterputz dient der Haftung und außerdem auch als Putzgrund. Der Unterputz sollte in einem großen Kübel gemäß Herstellerangaben gemischt werden. Am besten sollte dafür eine Bohrmaschine mit Quirl-Aufsatz verwendet werden. Es ist wichtig, dass der Unterputz so lange angemischt wird, bis wirklich keine Klumpen mehr vorhanden sind. Es ist wichtig, zu wissen, dass der Putz nicht an der Fassade hält, wenn das Mischverhältnis nicht eingehalten wurde. Dies bedeutet, bei zu viel oder zu wenig Wasser kommt es zu Problemen. Aufgrund dessen sollte das Mischverhältnis stets beachtet werden.

3.) Erste Schicht auftragen

Nun kann damit begonnen werden, den Putz zu verteilen. Dies sollte am besten mit einer Putzkelle geschehen. Zwischen zwei Putzschienen sollte mit einer Kartätsche oder einem Brett geglättet werden. Eine Wand sollte immer ohne Unterbrechung bearbeitet werden. Es ist wichtig, dass nie mehr Putz angerührt wird, als verarbeitet werden kann.

4.) Den Fassadenputz anziehen lassen

Es ist wichtig, dass genügend Anziehzeit eingeplant wird. Diese ist von der Putzart abhängig. Hierbei handelt es sich um die erste Trocknungsphase. Die Anziehzeit dauert bis zu 1,5 Stunden. Danach muss der Putz mit einem Schwammbrett oder einem Reibebrett abgerieben werden. Die Putzschicht sollte anschließend trocknen. Als Faustregel kann hier beachtet werden, ein Tag an Trocknungszeit pro ein Millimeter an Schichtstärke. Sollte die Trockenzeit nicht eingehalten werden, kann es dazu kommen, dass der Putz reißt und instabil wird.

5.) Oberputz auftragen

Der Oberputz ist stets dünner als der Unterputz. Trotzdem wird er allerdings mit der gleichen Technik aufgetragen. Die Farbe und die Struktur von dem Oberputz kann je nach eigenem Geschmack selbst ausgewählt werden. Dies bedeutet, es bieten sich unterschiedliche Arten von Wandputz an. Dies wären zum Beispiel Dekorputz wie Rauputz oder Scheibenputz, Kratzputz, Rillenputz oder Filzputz.

Was benötige ich für das Verputzen der Außenwand?

Folgende Hilfsmittel werden für das Verputzen der Außenwand benötigt:

  • Reperaturmörtel
  • Putze
  • Bürste
  • Bohrmaschine
  • Grundierung
  • Putzträger
  • Maurerkelle
  • Putzprofil oder Putzschiene
  • Mörtelkübel
  • Malerquast
  • Kartätsche oder Brett
  • Schwammbrett oder Reibebrett

Fazit

Zusammenfassend kann somit geschlussfolgert werden, dass das Verputzen der Außenwand sehr wichtig ist. Die Menschen werden sich über den Betroffenen und das Haus den ersten Eindruck über die Außenwand schaffen. Jeder, der die fünf Schritte beherzigt und genau so ausführt, kann eigentlich nichts mehr falsch machen und wird binnen kürzester Zeit eine optimal verputzte Außenwand haben.