Dachbalkon – mit welchen Kosten muss man rechnen?

Heute besitzen sehr viele Menschen einen Balkon. Wer einen Neubau plant, der kann ihn gleich zu Beginn berücksichtigen, doch ein Balkon kann auch nachträglich angebaut werden. Vielleicht fehlte zuerst das Geld dafür oder man hat sich für ein älteres Haus entschieden, das keinen Balkon hat? Gründe für den nachträglichen Anbau gibt es bekanntlich sehr viele. Doch mit welchen Kosten darf man dafür rechnen und was sollte man bedenken?

Unterschiedliche Varianten

Generell kann man sagen, dass es unterschiedliche Möglichkeiten gibt, für die man sich entscheiden kann. So kann man beispielsweise die Variante des selbsttragenden Vorstellbalkons wählen. Dieser steht auf vier Stützen. Oder man entscheidet sich für die Variante, die nur auf zwei Stützen steht und zusätzlich an das Haus gebaut wird oder gleich für die Möglichkeit, den Balkon komplett an das Haus zu bauen ohne Stützen. In diesem Fall handelt es sich um einen Kragarmbalkon.

Wer sich für einen selbsttragenden Balkon entscheidet, der muss mit bis zu 3.500 Euro rechnen. Ein Balkon, der zusätzlich auch noch an das Haus gebaut wird, kostet meist etwa 4.500 Euro. Soll der Balkon nur an das Haus gebaut werden kann man mit bis zu 5.000 Euro rechnen. Natürlich hängen die Kosten stark von der Größe und der Statik ab. Sollte es sich um einen echten Dachbalkon handeln, der auch noch Dachfenster benötigt, können es schon mal um die 10.000 Euro werden.

Auch das Geländer muss man noch dazurechnen. Je nachdem für welche Variante man sich hier entscheidet, kann man mit Kosten von rund 250 Euro pro Meter bei einem Edelstahlgeländer rechnen. Soll es ein Kunststoffgeländer sein, belaufen sich die Kosten auf rund 30 Euro pro Meter. Selbstverständlich kann man sich auch für ein Holzgeländer entscheiden. Hierfür sollte man rund 50 Euro pro Meter einplanen.

Die Renovierung bedenken

Bedenken sollte man auch, dass auch die Wand um den Balkon renoviert werden muss, sollte man den Balkon nachträglich anbringen wollen. Das bedeutet, dass auch die Fassade in Mitleidenschaft gezogen wird. Auch hierbei muss man mit Kosten von 300 bis 500 Euro rechnen. Auch das Dach wird bei einem Dachbalkon, der nachträglich angebracht wurde, natürlich etwas abbekommen. Unter Umständen müssen einzelne Dachziegel neu verlegt werden.

Danach wird die Fassade vermutlich auch noch gestrichen werden. All diese Punkte müssen noch mit einbezogen werden.

Die Extras

Vergessen darf man dabei auch nicht, dass der Balkon auch eine entsprechende Balkontür benötigt. Je nach Qualität darf man mit Kosten von 1.000 bis 4.000 Euro rechnen.

Darüber hinaus wird auch der Boden noch den passenden Belag benötigen. Sollen es Fliesen sein? Oder doch lieber Holz? Auch hier können die Kosten sehr unterschiedlich ausfallen.

Wie sieht es mit dem Thema Sonnenschutz aus? Soll noch ein Vordach dazukommen oder reicht ein einfacher Sonnenschirm? Es gibt also noch einige Punkte, die dazukommen können, wenn man sich für einen Balkon entscheidet.

Fazit:

Je nachdem für welche Art von Balkon man sich entscheidet, für welchen Bodenbelag, welchen Sonnenschutz und welche Balkontüre können unterschiedliche Kosten für die Errichtung eines Balkons entstehen. Ein Dachbalkon mit Fenstern kann schon mal um die 10.000 Euro kosten. In jedem Fall sollte man sich daher vor dem Bau gut informieren und genau darüber nachdenken, wie der Balkon am Ende aussehen soll.