Bodenplatte selber betonieren: Aufbau und Kosten

Bodenplatte selber betonieren

Die Bodenplatte stellt den Übergang zwischen dem Gebäude und dem Boden dar. Es kann zwischen der tragenden Kellerbodenplatte und der Fundamentplatte unterschieden werden. Es ist sehr wichtig, sich vor dem Betonieren der eigenen Bodenplatte genügend Fachwissen anzureichern. Hierbei soll dieser Artikel behilflich sein. Er soll Ihnen unter anderem mitteilen, was bezüglich Aufbau und Kosten beachtet werden sollte.

Der Aufbau einer Bodenplatte

Es muss die Fläche für die Bodenplatte mit einem Schnurgerüst abgesteckt werden. Dies gilt inklusive einer gewissen Zugabe. In diesem Bereich muss außerdem der Mutterboden abgetragen werden. Die Tiefe, welche benötigt wird, ist von dem vorgesehenen Aufbau abhängig. Es muss beachtet werden, dass eine Betonbodenplatte inklusive der Wärmedämmung, welche fachmännisch aufgebaut wurde, ungefähr 70 Zentimeter hoch ist. Die Bodenplatte muss zwar nicht frostfrei gegründet sein, dennoch wird eine Sauberkeitsschicht oder eine Rollierung benötigt. Sollte hierfür zum Beispiel Magerbeton benutzt werden, muss die Schicht nur fünf Zentimeter hoch sein. Bei einem Schüttgut wie zum Beispiel Kies, muss diese Schicht ungefähr 15 Zentimeter hoch sein. In jede Schicht müssen Leerrohre und Abwasserrohre für die Versorgungsleitungen verlegt werden.

Die Versorgungsleitungen betreffen die Telekommunikation, das Wasser, das Gas und die Elektrizität. Dies bedeutet in weiterer Folge, jede Schicht muss mindestens so hoch sein, dass alle Leitungen, welche darunter liegen, bedeckt sind. In den meisten Fällen erfolgt dies so, dass der Mutterboden verdichtet und eingeebnet wird. Anschließend wird ein Filtervlies aus Polypropylen ausgelegt und die Rohre müssen höhengenau in das Gefälle eingebaut werden. Danach muss die Sauberkeitsschicht aufgetragen werden, bevor diese ebenso verdichtet und eingeebnet wird. Es ist besonders wichtig, dass alle Hausanschlüsse exakt an den Stellen liegen, welche im Bauplan vorgesehen sind, sodass diese anschließend senkrecht durch die Bodenplatte hindurch geschoben werden können.

Es ist besonders wichtig, dass die Vorschriften aus DIN 18533 eingehalten werden. Im Zuge dieser Vorschriften wird zum Beispiel festgelegt, dass spezielle Futterrohre verbaut werden müssen. Diese müssen über einen wasserdichten Abschluss zum Untergrund verfügen. Außerdem ist besonders wichtig, dass die Leerrohre in einem Stück verlegt werden und über einen Mindestradius von ungefähr einem Meter hochgeführt werden. Jeder, der spezielle Futterrohre sucht, findet normgerechte Lösungen von unterschiedlichen Herstellern. Sollten Sie solche verwenden und auch richtig einbauen, sind Sie definitiv auf der sicheren Seite und werden im Nachhinein keine bösartigen Überraschungen erleben. Die Wärmedämmung muss auf der Sauberkeitsschicht eingeebnet werden. Die Dämmung, welche im Gebäude zu finden ist, wird als Perimeterdämmung betitelt. Damit eine gute Wärmedämmung vorhanden ist, sollte die Aufbauhöhe mindestens 30 Zentimeter betragen. Dies entspricht einem zweilagigen Aufbau.

Es sollte unbedingt beachtet werden, dass die Oberflächen in den Zwischenräumen nicht feucht sind, wenn die XPS-Platten zweilagig verlegt werden. Bei Neubauten ist immer diese Option zu bevorzugen, da diese wärmebrückenfrei ist. Alternativ kann aber auch auf eine Wärmedämmung auf der Bodenplatten-Oberfläche zurückgegriffen werden. Es wird Gewebe-Klebeband benötigt. Dieses wird an die Stellen angebracht, an denen die Rohre durchführen. Als kleiner Tipp kann beachtet werden, dass mit einer Thermobodenplatte ein besonders hohes Maß an Wärmedämmung erreicht werden kann. Diese Platte bietet den Vorteil, dass die Wärme nicht nur innerhalb von dem Gebäude bleibt. Viel mehr wird sie zwischengespeichert und anschließend wieder abgegeben. Es ist wichtig, zu wissen, dass Thermobodenplatten zusätzlich über eine integrierte Fußbodenheizung verfügen können.

Die Kosteneiner Bodenplatte

Es kann nicht eindeutig gesagt werden, wie viel das Betonieren von einer Bodenplatte kostet. Dies resultiert daraus, da es von unterschiedlichen Einzelfaktoren abhängt. Allgemein muss beachtet werden, dass bei einem Haus, welches über keine Unterkellerung verfügen soll, in der Regel mit einer Kostenersparnis gerechnet werden kann. Sollte ein Keller inkludiert werden, muss in der Regel mit höheren Kosten gerechnet werden. Dies ist selbst dann der Fall, wenn eine Thermobodenplatte mit einer integrierten Fußbodenheizung vorhanden ist. Allgemein kann beachtet werden, dass für ein kellerloses Massivhaus, welches über eine Grundfläche von 100 Quadratmeter verfügt, zwischen 10.000 Euro und 12.000 Euro für eine Fundamentplatte investiert werden muss. Dies entspricht ungefähr 100 Euro bis 120 Euro pro Quadratmeter. Eine Thermobodenplatte hingegen kostet ungefähr 15.000 Euro bis 16.000 Euro. Als Vergleich kann beachtet werden, dass für die Unterkellerung des gleichen Hauses noch zusätzlich ungefähr 30.000 Euro investiert werden müssen.

Fazit

Zusammenfassend kann somit geschlussfolgert werden, dass bei dem Betonieren von einer Bodenplatte sehr viel Geld gespart werden kann, wenn der Vorgang selbst gemacht wird. Mit dieser Anleitung sollte wohl keiner mehr ein Problem haben und Sie werden sich definitiv leichter tun, das Ganze auszuführen.