Baustrom – mit welchen Kosten muss man rechnen?

Wer baut, der benötigt nicht nur die passenden Leute, sondern auch Strom und Wasser. Dabei stellen sich viele Menschen die Frage, mit welchen Kosten sie beim Baustrom zu rechnen haben? Natürlich lässt sich das nicht pauschal beantworten, denn dies hängt nicht nur vom Ausmaß der Tätigkeiten ab, sondern ebenso von der Lage, der Region usw. Dennoch gibt es einige Dinge, die man wissen und beachten sollte.

Worauf sollte man generell achten?

Wer neu baut, der sollte zuvor die richtige Menge an Anschlüssen für den Baustrom beantragen. Oft gibt es genau bei diesem Punkt die einen oder anderen Probleme. Ein Elektroinstallateur muss die Beantragung des Anschlusses für den Baustrom durchführen. Im Vorfeld sollte dieser jedoch selbstverständlich darüber Bescheid wissen, welche Anschlüsse man für welche Geräte sowie Maschinen auf der entsprechenden Baustelle auch benötigt. Aus diesem Grund sollte man zuerst einmal das Gespräch mit dem Elektroinstallateur suchen.

Auch wo der Anschluss platziert wird, ist entscheidend. Natürlich sollte sich dieser auf dem Grundstück befinden. Wenn das nicht möglich ist, dann definitiv in der Nähe, damit man weite Wege und damit auch erneute Kosten sparen kann.

Was kostet der Anschluss nun?

Im Grunde lässt sich das gar nicht so einfach beantworten, da die Kosten sich aus unterschiedlichen Dingen zusammensetzen. So kommt es beispielsweise auf die Kosten des Stromversorgers an, bei dem der Anschluss gewählt wird. Auch die Aufstellung, die Einrichtung des Anschlusses sowie die eventuelle Miete eines Baustromverteilers können sehr unterschiedlich ausfallen.

Die Kosten für einen Anschluss beim Stromversorger liegen bei rund 300 bis 400 Euro. Wer sich einen Baustromkasten mieten muss, muss auch noch bis zu 150 Euro Aufstellgebühr dazurechnen. Darüber hinaus gibt es eine monatliche Miete, die in der Regel um die 60 Euro beträgt.

Bei den Kosten handelt es sich jedoch nur um ungefähre Richtwerte, natürlich können diese auch deutlich höher ausfallen. Schätzt man die Sache grob, kann man davon ausgehen, dass der Anschluss ohne Stromkosten bei etwa 800 Euro für 6 Monate liegt. Die Stromkosten selbst kommen am Ende natürlich noch dazu.

Wie unterscheiden sich die Kosten für die Miete des Baustromverteilers?

Meist genügt bei einer privaten Baustelle ein einziger Baustromkasten für die gesamte Arbeit. Bei größeren Baustellen kann es jedoch vorkommen, dass man sich für eine Aufteilung in sogenanntem Hauptverteiler und dem Unterverteiler entschiedet. Dadurch kann man sichergehen, dass man wirklich in jedem Bereich ausreichend Stromanschlüsse auf der Baustelle hat. Verlängerungen mit Kabeltrommeln können dadurch vermieden werden, was besonders sinnvoll ist, da diese auch mitunter gefährlich werden könnten.
Natürlich kommen dann auch ein paar weitere Kosten dazu, denn meist wird für jeden Schrank Miete verlangt.

Wie kann man nun beim Baustrom sparen?

Eigentlich kann nur dadurch gespart werden, indem die Unternehmen, die auf der Baustelle arbeiten auch sparsam mit dem Strom umgehen. Zu einer Stromverschwendung sollte es daher nicht kommen.

Wer möchte, kann einen Kostenvoranschlag für den vermuteten Stromverbrauch bei jedem Gewerk zuvor anfragen. Die Unternehmen werden sich dann einigermaßen an den Verbrauch, der angegeben wurde halten.

Natürlich bräuchte man jedoch separate Zähler, damit der Verbrauch auch tatsächlich kontrolliert werden kann. Sollte es die Baustelle auch im Winter geben, sollte man auch darauf achten, wie die Unternehmen die Sache mit der Beleuchtung regeln. Wie energieeffizient arbeiten sie? Stromfressende Lichtquellen kosten dem Bauherren manchmal viel Geld.

Fazit:

Was der Baustrom genau kosten kann, das lässt sich nicht pauschal sagen. Klar ist, dass die Sache von mehreren Faktoren abhängig ist. In jedem Fall sollten die Unternehmen, die auf der Baustelle arbeiten, stets sparsam mit dem Strom umgehen. Unnötiger Stromverbrauch kostet am Ende natürlich auch unnötiges Geld. Eine gute Idee ist es, sich von den einzelnen Gewerken zuvor einen Kostenvoranschlag für den voraussichtlichen Stromverbrauchen geben zu lassen. Die Unternehmen werden sich dann bemühen, sich in etwa an diese Kosten zu halten.