Baunebenkosten berechnen – Checkliste

Wer ein Haus baut, muss auch an zahlreiche Nebenkosten denken. Dabei kann man schon einmal den Überblick ein wenig verlieren. Damit das nicht passiert, sollte man sich an die Baunebenkosten Checkliste halten. Durch die Liste kann man seine Berechnungen einfacher durchführen und die Höhe der zu erwartenden Kosten besser abschätzen. Doch mit welchen Nebenkosten muss man tatsächlich rechnen und wie sieht die Checkliste dafür aus?

Baunebenkosten

Wer an Baunebenkosten denkt, denkt meist nur an kleine Nebenkosten, die es noch neben dem Hausbau gibt. So spielen beispielsweise die Kosten des Grundstücks eine wichtige Rolle, wenn dieses zuerst gekauft werden muss. Und dann gibt es natürlich auch noch die Kosten für den Hausbau selbst. Doch wie sieht es mit den Kosten aus, die rund um den Bau anfallen werden und nicht im Preis des Hauses oder des Grundstücks enthalten sind?

Diese Kosten werden auch als Baunebenkosten bezeichnet und können manchmal sogar mehr als 20 Prozent der Gesamtkosten für den Hausbau ausmachen. Daher sind sie ein entscheidender Teil für die Baufinanzierung, an den viele Bauherren zuerst gar nicht denken.

Die Checkliste

Für die Berechnung der Baunebenkosten kann eine Checkliste helfen. Natürlich kann diese Liste nicht pauschal für jeden einzelnen Neubau verwendet werden, doch sie kann ein guter Anhaltspunkt sein.

– Die Kosten für die Baugenehmigung

Bevor mit dem Bauen überhaupt begonnen werden kann, bedarf es einer Baugenehmigung. Rund 0,2 Prozent der Bausumme werden als Kosten dafür angesehen. Meist beträgt der Wert etwa 500 bis 800 Euro. Erst wenn die Genehmigung erfolgt ist, kann mit dem eigentlichen Bau des Hauses begonnen werden.

– Die Vermessungskosten

Wenn das gekaufte oder geerbte Grundstück noch nicht vermessen ist oder der exakte Platz für das Haus noch eingezeichnet werden muss, entstehen auch Kosten für diese Vermessung. Je nach Aufwand und Größe kann man mit bis zu 2.000 Euro rechnen.

– Die Erschließungskosten

Diese Kosten können je nach Grundstück oft sehr stark variieren. Pauschal lassen sich diese Kosten zwar nicht wirklich einheitlich festlegen, doch kann man davon ausgehen, dass sie für die Kanalisation bis zu 5.000 Euro, für den Wasseranschluss und das Abwasser bis zu 4.000 Euro, für den Telefonanschluss rund 350 Euro und für den Strom bis zu 3.000 Euro ausmachen werden.

– Das Honorar des Architekten

Sollte man das Haus mit einem Architekten planen, muss man diesem natürlich ebenfalls ein Honorar bezahlen. Meist beträgt dieses 12 bis 15 Prozent der Baukosten.

– Die Versicherungskosten

Beim Hausbau kommen viele Versicherungen auf einem zu. So gibt es die Bauwesenversicherung, die Bauherrenhaftpflicht, und die Bauleistungsversicherung, für die man sich entscheiden kann. Die Versicherungen betragen meist 150 bis 300 Euro. Natürlich können die Kosten jedoch auch in diesem Fall stark variieren, je nach Versicherung.

– Baustrom und Wasser

Auch das Wasser, das beim Hausbau gebraucht wird sowie den Baustrom, muss man zu den Nebenkosten dazurechnen. Einplanen kann man hierfür nochmals rund 2.000 Euro.

– Weitere Baunebenkosten

Auch weitere Baunebenkosten wie Kosten für ein Bodengutachten oder Kosten für den Statiker können entstehen. Diese kosten in der Regel ebenfalls 500 bis 1.000 Euro.

Fazit:

Wer ein Haus baut, auf den kommen einige Kosten zu. Nicht immer denkt man dabei an alle Kosten, die beim Hausbau entstehen werden, weshalb eine Checkliste helfen kann. Man sollte sich also bereits im Vorhinein über einige Dinge Gedanken machen und muss verschiedene Kosten mit in seine Berechnung einbeziehen. Erst dann weiß man auch, was tatsächlich auf einem zukommen wird. Jedenfalls so circa.