Haus mit Satteldach planen – Vorteile, Nachteile & Tipps

Das Satteldach besteht aus 2 geneigten Dachflächen, welche über den sogenannten Dachfirst verbunden sind, das ist die höchste Kante am Dach. Durch die besondere dreieckige Dachform schließt ein Satteldach entweder parallel ab oder ragt über die Dachgiebel hinaus. Satteldächer gelten als sehr beständig gegenüber äußeren Einflüssen wie der Witterung. Deshalb müssen sie im Vergleich zu herkömmlichen Dächern auch wesentlich seltener gewartet werden. Die Instandhaltung nach der Installation eines Satteldaches verursacht also weit weniger Kosten. Auch Kosten für die Abdichtung des Daches während der Bauphase fallen vergleichsweise niedriger aus. Die typische Neigung eines Satteldaches kann an die jeweils regional vorherrschenden Wetterbedingungen in der Regel gut angepasst werden.

Sollten Sie in einer Region leben, wo es sehr windig ist oder wo mit starken Niederschlägen zu rechnen ist, so kann ein steiler Neigungsgrad gewählt werden. Denn dadurch kann Regenwasser viel besser ablaufen und das Dach trocknet nach einem Regenguss auch sehr viel schneller. Fällt in der kalten Jahreszeit häufiger Schnee, so ist ein niedrigerer Neigungsgrad sinnvoll. Denn dadurch rutscht Schnee nicht unkontrolliert vom Dach ab. Sollten vermehrt stärkere Schneeschauern auftreten, so kann das Satteldach auch mit einem Carport zusätzlich ausgerüstet werden. Als weiterer Vorteil eines Satteldachs muss die Hitzebeständigkeit im Sommer angesehen werden. Denn die Hitzeentwicklung ist auch bei Sonneneinstrahlung nur sehr moderat. Sonnenkollektoren zur Energiegewinnung lassen sich ebenfalls problemlos auf einem Satteldach installieren, es sollte jedoch auf die korrekte Ausrichtung Rücksicht genommen werden.

Die Vor- und Nachteile eines Satteldaches

Wenn Sie sich für ein Satteldach entscheiden, so bevorzugen Sie damit nicht nur eine kostengünstige, sondern auch altbewährte Dachform. Wenn auch die Vorzüge von Satteldächern auf der Hand liegen, so gibt es dennoch einige Nachteile zu erwähnen. Ob diese ins Gewicht fallen, ist aber auch vom jeweiligen Neigungsgrad stark abhängig.

Vorteile von Satteldächern

Ein Satteldach gilt immer noch im Vergleich zu anderen Dachformen als preisgünstig, witterungsbeständig und weit weniger wartungsintensiv. Es bieten sich damit verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten und eine Eindeckung des Daches mit umweltfreundlichen Naturmaterialien ist ohne weiteres möglich. Die Installation von Sonnenkollektoren ist bei nahezu allen Formen von Satteldächern ohne Probleme gegeben.

Nachteile von Satteldächern

Bei den Planungen zum Hausbau sollten Sie berücksichtigen, dass durch Dachschrägen eventuell weniger Stellfläche und Wohnraum im Obergeschoss besteht. Nur durch die Dachfenster ist eine Belichtung mit Tageslicht möglich.

Gestaltung von Satteldächern ganz nach persönlichen Vorlieben

Bei der häufigen Variante von Satteldächern mit einem Neigungswinkel von 38-45° bleibt in der Regel genügend Platz, um für großzügige Belichtungsmöglichkeiten im ausgebauten Dachgeschoss zu sorgen. Unterschiedliche Planungs- und Baumöglichkeiten für Traufhöhen und Neigungen sorgen nach außen hin für die verschiedenen Erscheinungsbilder von Satteldächern, ganz je nach Region oder persönlichen Geschmack. Als flaches Satteldach werden solche mit einem Neigungswinkel von weniger als 30° bezeichnet. Von einem Winkeldach oder neudeutschen Dach sprechen Experten bei einem Neigungswinkel von 45°. Altfränkische Satteldächer weisen eine Neigung von 60° auf und altdeutsche, gotische Satteldächer haben eine Neigung von 62°.

Pfettendach und Sparrendach

Bauherren, welche sich für ein Satteldach entscheiden, können zwischen den beiden Varianten Pfetten- und Sparrendach auswählen. Während beim Pfettendach die einzelnen Sparren auf waargerechten Pfetten aufliegen sowie zusätzlich senkrechte Stützpfosten benötigen, werden beim Sparrendach jeweils ein Deckenbalken und 2 Sparren miteinander verbunden. Waagerechte Stützpfosten sind bei dieser Konstruktion nicht erforderlich, denn die Außenwände nehmen die entstehenden Lasten weitgehend auf.

Auch mit drei Giebeln ist ein Satteldach möglich

Wie häufig zu sehen, ist der dritte Giebel eines Satteldachs besonders im Süden und in der Mitte Deutschlands auf dem Vormarsch. Doch vor gar nicht allzu langer Zeit galt der dritte Giebel in Norddeutschland noch als Symbol für Wohlstand und Reichtum. Von außen betrachtet, mag der dritte Giebel zwar als etwas konservativ daherkommen, doch er erlaubt eine modern ausgestaltete Innenarchitektur. Bei gleicher Grundstücksfläche entsteht durch den dritten Giebel deutlich mehr Wohnraum, als dies bei einem herkömmlichen Satteldach möglich wäre.

Durch die zusätzliche Fläche kann beispielsweise ein Zusatzzimmer, in manchen Fällen sogar eine eigene Einliegerwohnung entstehen. Voraussetzung für den dritten Giebel ist allerdings ein Grundriss des Daches in T-Form. Es muss natürlich nicht unter dem dritten Giebel ein extra Zimmer gebaut werden. Es kann ohne Probleme beispielsweise auch eine Galerie eingerichtet oder einfach nur die weitläufigere Optik des Innenraums bestaunt werden. Von hier aus bietet sich dann auch ein guter Blick auf die untere Etage. Sie sollten sich vorher mit den örtlichen Bauvorschriften vertraut machen, um abzuklären, ob der dritte Giebel auch erlaubt ist. Ist dies der Fall, so kann er auch farblich abgesetzt oder mit anderen Dachformen gedeckt werden.

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