Haus bauen mit einem Bauträger – Hausbau Ratgeber

Vielleicht fragen Sie sich wodurch sich ein Bauträgerunternehmen auszeichnet? Wir können es Ihnen sagen! Ein gutes Bauträgerunternehmen errichtet auf seinem eigenen Grundstück ein Gebäude, welches es aus eigener Tasche finanziert. Erst wenn das Haus oder die Wohnung komplett fertig gestellt ist, wird sie verkauft. Dabei werden gesamte Gebäude oder einzelne Wohnung veräußert. Und da das Bauträgerunternehmen das Haus gebaut hat ist der Bauherr das Unternehmen selbst und nicht der spätere Eigentümer, der es abkaufen wird. Beim Kauf eines Hauses muss auch ein Grundstück übertragen werden. Das hat zur Folge, dass eine notarielle Beurkundung erfolgen muss.

Der Erwerb einer Immobilie bei einem Bauträger

Sie müssen wissen, dass Bauträger in der Regel gewerbsmäßig große Grundstücksflächen erwerben, bebauen oder erschließen, um auf diesem Grundstück ein Gebäude zu fertigen und dieses danach gewinnbringend zu verkaufen. Aus diesem Grund tritt die Bauträgergesellschaft auch als Bauherr auf.

Ein wichtiger Teil von Kaufvertrag ist die sogenannte Baubeschreibung. Diese ist dafür da, um es detailliert zu definieren was Sie erwerben. Des weiteren können Sie dadurch auch Angebote miteinander vergleichen. Sobald zwei Drittel der geplanten Objekte veräußert werden kann der Bau anfangen. Manchmal bauen Bauträger auch auf alleiniges Risiko, in dem sie ihr eigenes Geld investieren. Sollte in solch einem Fall ein Objekt nicht verkauft werden können, bleibt der Bauträger auf den Kosten sitzen. Wenn Sie einen Bauträger auswählen, dann sollten Sie aufjedenfall die Bonität des Partners im Hinterkopf behalten. Diese sollten Sie im Vorfeld bereits prüfen lassen.

Welche Vor- und Nachteile es bei einer Bauträgergesellschaft gibt

Sollten Sie ein Haus von einem Bauträger erwerben, dann sind sie kein Bauherr. Und solange bis die Fertigstellung des Hauses noch nicht abgeschlossen ist und solange man nicht die volle Summe dem Bauträger gezahlt hat, solange ist man nicht Eigentümer. Das ist ein ganz entscheidenter Unterschied. Ein Vorteil an der ganzen Sache ist, dass Sie viel weniger Verantwortung tragen müssen, wenn es einen Bauträger gibt. Ein Nachteil ist dagegen die Tatsache, dass Sie auf der Baustelle kein Recht haben mitzubestimmen. Des weiteren haben Sie auch kaum einen Einfluss auf das ganze Baugeschehen. Lediglich der Bauträger hat die Möglichkeit Bauleistungen überwachen zu lassen. Auch kann dieser Abnahmen während des Baus durchführen. Sobald es dann zur Objektübergabe geht, führen Sie mit dem Bauträger eine Abnahme durch. Die meisten Bauträger müssen nach Fertigstellung des Hauses für die nächsten fünf Jahre für Mängel haften.
Sollten Sie bisher noch über kein Grundstück verfügen und sollten Sie bisher nicht die Absicht haben viel Eigenverantwortung zu übernehmen, dann empfehlen wir Ihnen sich an einen Bauträger zu wenden. Ein Bauträger ist die optimale Lösung dafür, wenn man ein Haus haben möchte, ohne selbst große Verantwortung tragen zu müssen.

Was ist eigentlich ein Bauträgervertrag?

Dieser Vertrag unterliegt bestimmten Regeln. Er unterliegt den Regeln der Makler- und Bauträgerverordnung (kurz MaBV genannt).
Aus rechtlicher Hinsicht ist ein Bauträgervertrag eine Mischung aus Kaufvertrag und Werkvertrag. In einem solchen Vertrag wird die vertragsgemäße Errichtung eines Gebäudes geregelt. Des weiteren beinhaltet der Vertrag in der Regel die zu leistenden Abschlagszahlungen. Durch diesen Vertrag werden Pflichten und Rechten auf beiden Seiten festgelegt. Der Bauträger ist unter anderem dazu verpflichtet seinen Pflichten nachzukommen und muss dadurch auch evtl. auftretende Mängel beseitigen (zumindest sofern diese in der geregelten Gewährleistungszeit auftreten).

Welche Rechtssituation gibt es für einen Bauträger?

Damit man als Bauträger auftreten darf müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt werden. Die Tätigkeit des Bauträgers wird in der Gewerbeordnung unter unter dem § 34c geregelt. Und nach diesen Vorgaben braucht der Bauträger auch eine entsprechende Genehmigung. Im übrigen wird die Tätigkeit von Bauträgern überwacht. Diese werden nach der Grundlage der MaBV (Markler- und Bauträgerverordnung) überwacht. Dabei muss jeder Bauträger jedes Jahr einen sogenannten MaBV-Bericht erstellen. In diesem Bericht geht es hauptsächlich um den Nachweis, dass das Kapital, welches zur Verfügung gestellt wurde, wirklich zweckgebunden genutzt wurde. In den meisten Fällen sichert ein Kreditinstitut das Kapital des Käufers ab. Des weiteren gibt es eine sogenannte Freistellungserklärung. Diese ist dafür da, damit man weiß, was geschehen soll, wenn ein Bauträger in die Insolvenz geht.

Gibt es bestimmte Sicherheiten für Käufer?

Sollten Sie mit einem Bauträger einen Vertrag abschließen, so haben Sie keine Garantie dafür, dass das Bauvorhaben auch wirklich reibungslos gelingt. Allerdings haben Sie die Möglichkeit positiven Einfluss auf die Sicherheit zu nehmen. Denn mit verschiedenen Möglichkeiten, können Sie die Wahrscheinlichkeit, dass das Bauvorhaben wirklich reibungslos klappt, deutlich erhöhen. Wir zählen Ihnen nun ein paar Punkte auf, die Sie im Hinterkopf behalten sollten. Mit diesen Punkten können Sie mehr über die Zahlungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Qualität des Bauträgers erfahren.

Was Sie auf jeden Fall tun sollten ist folgendes: Beschäftigen Sie sich doch mal ein wenig mit der Historie des jeweiligen Bauträgers. Sollte man hierbei keinerlei Auffälligkeiten entdecken und sollte der Bauträger schon viele Jahre erfolgreich tätig sein, so kann man schon viel eher davon ausgehen, dass man sich für den richtigen Bauträger entschieden hat. Im Normalfall wird der Bauträger auch von sich aus Auskunft geben. Des weiteren könnten Sie Informationen im Internet über den Bauträger sammeln. Dabei besteht auch die Möglichkeit mit früheren Käufern Kontakt aufzunehmen. So kann man sich informieren, welchen Eindruck andere Leute vom entsprechenden Bauträger hatten. Und ein seriöser Bauträger wird mit Sicherheit auch kein Problem damit haben, wenn Sie die Bonität des Unternehmens überprüfen lassen (zum Beispiel bei dessen Hausbank).