Fertighaus: Der 13 Punkte Plan – Checkliste mit allen wichtigen Punkten

Die Checkliste für ein Fertighaus

Viele entscheiden sich für ein Fertighaus da es einen großen Vorteil hat und zwar die kurze Bauzeit von nur wenigen Tagen. Im Nu steht das Traumhaus, fast bezugsfertig am gewünschten Ort. Im ersten Moment hört es sich einfach an, trotzdem sollte eine Checkliste angewandt werden.

Auch ein Fertigbauhaus benötigt viel Zeit für die Planung. Dies ist der wichtigste Punkt bei einem Fertighaus, welcher am intensivsten für die Bauherren ist. Dabei wird sehr oft unterschätzt wie viel Zeit man braucht, denn es können viele Monate dafür anfallen. Nur durch die anspruchsvolle und genau Planung kann der Bau reibungslos ablaufen und Ärger verhindern. Oft werden Anträgen vergessen und der Bau kann nicht begonnen werden. Ganz klar, die Bauherren verzichten auf zusätzliche Hilfe um Kosten zu sparen, da durch mehr Eigeninitiative bares Geld eingespart wird.

Oft wird sehr knapp kalkuliert, da sie sich sonst den Traum vom Eigenheim nicht erfüllen können. Genau deshalb ist es wichtig zu wissen, dass es noch andere Möglichkeiten gibt um Geld einzusparen. Viele glauben ein richtiges Schnäppchen gemacht zu haben und unterzeichnen deshalb schnell die vorgelegten Verträge. Ohne dabei darauf zu achten, dass viele Leistungen nicht inkludiert sind, so entstehen weitere Kosten.

Gerade bei den Finanzierungen ist oberste Vorsicht geboten, denn diese abgestimmt sein muss. Auch kann es sich lohnen mit dem Bau zu warten, denn noch nie waren die Zinsen der Banken so gering wie heute. Um nicht Gefahr zu laufen etwas falsch zu machen und am Ende sein Traumhaus zu erhalten, gibt es unsere Checkliste, welche Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen soll. Die Checkliste wird Ihnen Hilfe leisten um die richtige Entscheidungen zu treffen, aber auch um nichts zu vergessen – das Traumhaus rückt Ihnen Schritt für Schritt näher.

1. Die wichtigsten Punkte der Checkliste im Überblick:

Ganz wichtig ist die Vorbereitung zum Hausbau.
Die ersten Punkte machen den Bauherren den meisten Spaß, denn hier geht es darum, Musterhäuser anzusehen, Kataloge zu durchstöbern und sich Anregungen zu holen. Hier kann man vorab prüfen, welche Wünsche in erfüllen gehen könnte und was seinem eigenen Geschmack zusagt. Sobald dies geschehen ist, ist nun der Kauf eines Baugrundstücks an der Reihe. Nach Kauf des Grundstücks wird nun das Organisationstalent der Bauherren gefragt, da es jetzt Schlag auf Schlag geht und der Bau keine Ruhepausen mehr zulässt.
Ab jetzt muss man sich fragen wie viel Eigenleistung benötige ich für mein Traumhaus und wie viel Eigenleistung kann ich aufbringen? Ein regelmäßiges check up der Liste ist wichtig für den Überblick.

Die Wunscherfüllung – Haus bauen

Nun geht es ins Eingemachte. Die Details sind hier gefragt und müssen auch geklärt werden. Nun muss der Haustyp gewählt werden. Leider steht immer noch der Irrtum, dass man ein Fertighaus nehmen muss , wie es ist. Aber auch ein Fertighaus, kann umgebaut werden. Wie und zu welchen Preis erhält man vom Fachberater des Herstellers. Dieser wird Ihnen auch genau erläutern, welche Zusatzkosten für den Umbau anfallen. Wie Sie sehen können, ist es möglich, dass das Fertighaus nach Ihren Träumen und Wünschen aufgebaut werden kann.

Die Planung sollte immer mit der Fertighaus Checkliste abgeglichen werden und es ist sehr wichtig, dass man sich verschiedene Angebote einholt. Oftmals ist es so, dass für Laien alles gleich aussieht, doch hier steckt im Detail der Teufel. Alle Angeboten sollten sorgfältig analysiert und miteinander verglichen werden. Für Wünsche fallen Extrakosten die bei der Finanzierung beachtet werden müssen. Beispiele dafür sind breitere Türen, größere Fenster usw. Alle Dinge die von der DIN abweichen. Sehr kostenintensiv ist das Dach über Ihrem Fahrzeug. Eine Garage kosten viel mehr als ein Carport. Früher war es üblich, dass jedes Haus unterkellert wurde, doch mittlerweile geht der Trend in Richtung ohne Keller. Falls Sie einen Keller möchten, denken Sie daran, dass dieser extra kostet. Unterschieden wird hier beim Bauträger zwischen ab Oberkante Keller oder ab Bodenplatte.

Die Unternehmen haben nicht geschlafen und bieten deshalb den Kellerbau meist mit an, dennoch sollten auch hier verschiedene Angebote eingeholt werden um eventuell die Kosten zu senken. Bei einem externen Unternehmen sollte dennoch darauf geachtet werden, dass dieser sehr zuverlässig und genau ist, da es sonst zu Differenzen zwischen den beiden Unternehmen kommen kann. Falls der Preisunterschied nicht zu gravierend ist, sollten Sie dennoch beim Unternehmen bleiben, von welchem Sie das Fertighaus bauen lassen. Da es später zu Baumängeln kommen kann. Durch verschiedene Bauträger kann es bei der Haftung zu starken Differenzen führen. Klar können Sie als Bauherr nun denken, dass Sie das nicht betrifft, Sie müssen aber den Zeitverlust in Kauf nehmen , im schlimmsten Fall steigen die Kosten oder der Bau wird gestoppt.

Ein weiterer positiver Aspekt nur ein Bauunternehmen zu beauftragen, ist die Terminierung. Da das Unternehmen natürlich wieder frei werden möchte für weitere Aufträge, sind die Bauarbeiten meist bestens aufeinander abgestimmt. Dies sorgt für einen reibungslosen Ablauf des Baus.

3. Die Vereinbarungen im Vertrag vom Fachmann überprüfen lassen

Für uns Laien wirken die meisten Verträge sehr schlüssig und einfach. Hier liegt der Teufel im Detail. Auch wenn Sie sich bei Ihrem Berater des Bauunternehmens wohl aufgehoben füllen und alle Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet wurden, sollte die Leistungsvereinbarung durch einen Rechtsanwalt oder einem Sachverständigen genausten überprüft werden. Für Sie ist es nicht ersichtlich, aber die Leistungen können sich stark unterscheiden, dies wiederum führt zu zusätzlichen Kosten. Gerade wenn man das erste Mal baut und keine Kenntnisse über die Materie hat, interpretiert man viele Dinge falsch oder überliest wichtig Punkte. Sobald der Bauvertrag unterschrieben ist, gibt es kein Zurück mehr und es können Fehler entstehen, welche am Ende sehr teuer sind.

4. Günstiges Baugeld erhält man durch eine lange Zinsbindung bei der Finanzierung

Sobald alle Leistungen vereinbart wurden, können die Bauträger auch die Kosten darlegen. Eine endgültige Kostenaufstellung ist aber noch nicht möglich, da die Ausstattung des Hauses (innen) erst später von den Bauherren festgelegt wird. Allerdings gibt es auch einige Unternehmen, welche den Bauherren Komplettangebote machen. Üblicherweise werden vorab Schätzungen getroffen, mit Werten einer Advanceausstattung. Da man jetzt weiß, in welchen finanziellen Rahmen man sich bewegt, sollten nun Finanzierungsangebote eingeholt werden. Diese sollten Sie genau durchgelesen und miteinander vergleichen.

Gerade bei der Finanzierung sollte auf eine professionelle Beratung nicht verzichtet werden. Für die meisten wirken ein, zwei Prozent Unterschied nicht ausschlaggebend, doch wenn man diese prozentualen Anteile auf die Laufzeit hochrechnet, kommen am Ende horrende Beträge heraus. Viele Bauherren lassen sich von den günstigen Konditionen locken, schließlich weißt jeder, dass das Baugeld gerade seinen Höhenpunkt hat und deshalb sehr günstig ist. Früher war es sehr abschreckend bei einer Finanzierung sich an eine lange Frist zu binden, doch gerade jetzt sollte man diese Bindungsfristen nutzen.

Durch den Wirtschaftswandel ist nicht abzusehen, ob in zehn Jahren, das Baugeld noch so günstig ist wie heute. Deshalb sollte die Finanzierung so lange wie möglich abgeschlossen werden, da es sein kann, dass der Anschlusskredit sonst viel teurer ist. Um eine Finanzierung für das Fertigbauhaus von der Bank genehmigt zu bekommen, ist für die Bewilligung eine Baubeschreibung von Nöten. Diese Baubeschreibung muss von einem Notar beglaubigt werden. Mit dieser Baubeschreibung wird Bank versichern, dass das Geld nur für den Bau des Hauses verwendet wird. Unter anderem dient sie dazu, dass es einen Nachweis über die vereinbarte Leistung gibt. Gerade hier ist darauf zu achten, dass alle Details angegeben werden, eine spätere Angabe ist im Nachhinein nicht mehr möglich. Selbst wenn ohne Vorsatz gehandelt wurde, kann im Falle eines Rechtsstreits kein Schadensersatz gegenüber des Unternehmens in Anspruch genommen werden.

Welche Details sollten angegeben werden:

Ein solches wichtiges Detail, kann die Dicke der Dämmung sein. Alle Angaben sind wichtig, egal wie kleinlich sie im ersten Moment wirken. Sie dürfen nie vergessen, dass es Ihr Haus ist, mit Ihren Wünsche und Träume.

Eine Baubeschreibung sollte nach endgültiger Fertigstellung unbedingt einem Fachmann vorgelegt werden, hierfür gibt es ausgebildete Bausachverständige, diese überprüfen die Beschreibung und weisen auf eventuelle Fehler und Klauseln hin. Die langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass viele Formulierung kaum rechtlich belastbar sind. Das heißt, dass mit Absicht getrickst wurde, rechtlich aber nicht angreifbar ist. Für Unerfahrene oder Laien hört sich alles recht und schön an, doch im Endeffekt fehlt die rechtliche Absicherung und der Bauherr hat keine Chance gegenüber dem Unternehmen. Sobald die Baufinanzierung geregelt ist, kann es mit dem Kaufvertrag weiter gehen.

Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Schritte der Bauvorbereitung

  • 1 Die Fertighaus Checkliste immer mit sich führen und vom ersten Tag an regelmäßig überprüfen
  • 2 Sein Traumhaus, also den Haustyp mit den Extras auswählen
  • 3 Das Baugrundstück finden und kaufen
  • 4 Keller ja oder nein, falls nein kommt nur noch die Bodenplatte in Frage, falls ja ggf. einen weiteren Bauunternehmer mit der Erstellung des Kellers beauftragen
  • 5 Die Leistungsbeschreibung von einem Sachverständigen überprüfen lassen
  • 6 Einen Notar auswählen und die Bauschreibung anfertigen, sowie notariell beglaubigen lassen
  • 7 Mit der Bank seines Vertrauens die Baufinanzierung abschließen
  • 8 Den Kaufvertrag nach vorheriger Überprüfung unterzeichnen

5. Die Vorbereitung ist nun abgeschlossen, wie geht es weiter?

Sobald eine Anträge eingereicht wurden, heißt es erst mal warten. Alle Anträge werden geprüft und dies kann ja nach Institut eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Sobald diese Phase abgeschlossen ist, kann es weiter mit der Planung beginnen. Der Bau muss warten.
Da nun alle Anträge genehmigt wurden, werden nun einige Genehmigungen benötigt. Hier ist völlig gleich, ob man ein Fertighaus oder normal ein Haus baut – der Weg ist immer der Gleiche. Bevor der Bauantrag gestellt werden kann, steht die Bauantragsbemusterung an. Hier handelt es sich um den eigentlichen Bauplan, der gezeichnet werden muss. Dieser muss auch so beantragt werden. Sollten Sie jetzt noch Änderungen vornehmen wollen, müssen Sie dies umgehend dem Architekten melden. Danach erfolgt eine abschließende Überprüfung durch ihn. Nachträgliche Änderungen führen zu einer Wiederholung. Sobald alles fertig stellt ist, werden die Pläne vom Bauherren freigegeben, der Grundstein für den Bauantrag ist geschaffen.

6. Die Anträgen kosten Zeit

In einigen Bundesländern ist es der Fall, dass ein Lageplan gefordert wird. Dabei vermisst ein Vermessungsingenieur das Baugrundstück und überprüft die Lage und gleicht sie mit der Planung ab. Dies kann Wochen andauern. Wichtig! Rechtzeigt beantragen.

7. Der Bauantrag kann Monate dauern

Hier ist die Bearbeitungszeit die Krux, da dies auf die Behörde ankommt. Natürlich kann es sein, dass nach einem Monat der Bau beginne kann, es kann aber sein, dass es sich bis zu sechs Monate hinzieht. Im schlimmsten Fall, wird der Bauantrag im Winter genehmigt, doch hier kann der Bau nicht stattfinden, sondern erst im Frühling.

8. Wie soll das Eigenheim beheizt werden?

Oftmals gibt es Fördermittel, diese sollten umgehend beantragt werden. Gerade bei Solartechnik und Wärmepumpen gibt es eine staatliche Förderung. Hierfür gibt es mittlerweile Experten, welche helfen die richtige Förderung zu erhalten. Diese wissen auch in welcher Höhe Sie diese erhalten. Bei einem Keller, legt der Architekt fest, wie diese verlaufen sollen, Sonderwünsche können geäußert werden, falls der Keller als Wohnraum genutzt werden möchte. Ähnlich ist es bei einer Garage, deshalb werden oft Freistehende gewählt, da diese günstiger sind.

9. Sorgfältig mit der DIN arbeiten: Ausstattungsbemusterung überprüfen

Nun wird festgelegt wo Fenster, Heizkörper und Türen angebracht werden. Auch welche Böden verlegt werden ist jetzt wichtig. Die Fertighaushersteller haben dies mittlerweile standardisiert, eine Änderung ist dennoch möglich. Auch abmustern ist möglich, das heißt, dass der Bauherr erstmals auf die Türen verzichtet und diese später selber aussucht. Werden Merkmale abgemustert, bekommt der Bauherr eine Gutschrift, natürlich ist es auch andersherum möglich, dies nennt sich Aufmustern. Beim Aufmustern erhöhen sich allerdings wieder die Kosten. Der Fertighaushersteller macht vor dem Baubeginn eine Baustellenüberprüfung. Dadurch wird der reibungslose Ablauf bei der Anlieferung der Fertighausteile sichergestellt. Auch der Standpunkt des Krans ist wichtig, da dieser einen festen und sicheren Stand braucht.

Kurze Übersicht der Checkliste:

  • Bauantragsbemusterung
  • Freigabe der Pläne
  • Erstellung des Lageplans
  • Bauantrag stellen
  • Fördermittel beantragen
  • Ausstattungsbemusterung
  • Baustellenüberprüfung

10. Der Bau läuft meist blitzschnell

Hier bekommt man endlich den Vorteil zu spüren. Sobald der Estrich getrocknet ist, kann der Rohbau schon als fertig angesehen werden. Die Module sind oft schon an einem Tag platziert. Auch wenn der Bau meist immer ohne Probleme abläuft, sollte auf jeden Fall ein Bezugstermin vereinbart werden. Von außen mag es zwar schon fertig sein, aber der Innenausbau benötigt einige Zeit, dies ist abhängig vom Anteil des Herstellers.

11. Geduld bei Estrich und Innenputz

Die Wartezeit kann für die Versicherungen genutzt werden. Es sollte eine Gebäudeversicherung (Schäden an der Immobilie durch Unwetter, Rohrbruch, Feuer) und eine Hausratsversicherung (Einrichtung, Einbruch) abgeschlossen werden.
Während des Baus , ist der Bauherr durch den Werkvertrag abgesichert, entstehen Schäden durch Unachtsamkeit oder Materialfehler wird es dem Unternehmen in Rechnung gestellt.

12. Abnahme mit Ruhe

Nach dem Bau wird das Haus abgenommen. Alle Schäden sollten jetzt gemeldet werden, im Nachgang ist dies sehr schwierig, da die Beweislast nach der Bauabnahme umgekehrt läuft. Also vorher musste das Unternehmen beweisen, dass er nicht schuldig ist, nach Abnahme muss der Bauherr die Schuld beweisen. Um dies zu meiden, sollte ein Sachverständiger bei der Abnahme dabei sein. Alle Mängel sollten schriftlich aufgenommen und von beiden Seiten unterzeichnet werden. Bei Kleinigkeiten steht der Abnahme nichts mehr im Weg, bei größeren Problemen allerdings schon und das ist Ihr Recht.

13. Nun folgt Grundstück und Garten

Endlich kann das Traumhaus bezogen werden, allerdings fehlt nur noch die Ausstattung. Ab hier steht der Fertighausanbieter nicht mehr in der Pflicht. Beim Garten und Ihrem Grundstück ist nun Ihre Kreativität gefragt. Aber da nun alles steht, haben Sie genügend Zeit um sich um die Details zu kümmern.