Erschließungsgrad eines Grundstücks – was beachten?

Vor dem Kauf sollten Sie sich informieren

Eine wichtige Grundlage für die Zulässigkeit eines Bauvorhabens, welches genehmigungspflichtig ist, ist eine planungsrechtliche Forderung zur Erschließung Ihres Grundstücks.

Rohre und Leitung für den Hausanschluss

Bevor ein Bauvorhaben zulässig ist muss ein Grundstück erschlossen sein. Ab welchem Zeitpunkt ein Grundstück erschlossen ist, wird ganz genau im Baugesetzbuch festgelegt. Sobald die Anbindung an das öffentliche Straßennetz, sowie die Versorgung mit Wasser, Strom und Abwasser im erforderlichem Maß gewährleistet ist, gilt ein Grundstück als erschlossen. Sollten diese Faktoren noch nicht erfüllt sein, dann müssen Sie zunächst einmal für die Erschließung Ihres Grundstücks sorgen. Das sollten Sie auf jeden Fall auch in Ihre Kostenplanung mit einbeziehen.

Für die Erschließung eines Grundstücks ist die jeweilige Gemeinde verantwortlich. Und genau aus diesem Grund sollten Sie sich bevor Sie einen Kaufvertrag abschließen, sich eine Bestätigung (eine schriftliche versteht sich) über den Stand der Erschließung sowie über künftige Erschließungskosten, die vorraussichtlich entstehen, von der jeweiligen Gemeinde geben lassen.

Des weiteren sollten Sie beachten, dass Sie ohne die wichtigen Erschließungselemente, wie Wasser, Straße, Strom und Abwasser nicht bauen dürfen. Daneben brauchen Sie noch weitere Erschließungsleitungen, die nicht immer vorhanden sind. Zu diesen Erschließungsleitungen gehören Leitungen für die Telekommunikation (dazu gehören DSL, Telefon, Kabelfernsehen und Kabelnetzwerk), Fernwärme und Gas. Diese Versorgungen werden von regionalen Anbietern verlegt. Des weiteren unterliegen die Versorgungen wirtschaftlichen Faktoren, was zur Folge hat, dass nicht immer gewährleistet ist, ob die Anschlüsse Ihren eigenen Wünschen gerecht werden und ob diese überhaupt alle in der nahen Zukunft verlegt werden können. Sollten Sie zum Beispiel schon einen Telefonanschluss für Ihr Grundstück haben, so ist bspw. noch nicht sichergestellt, ob Sie auch Ihren DSL Internetzugung haben werden. Um sich zu informieren, was in Ihrer Gegegend möglich ist, sollten Sie sich an Ihren Provider wenden. Eine gute Alternative zum DSL stellt unter anderem der Zugang über das Kabelnetz dar.

Sollte Ihnen nicht klar sein, was auf Ihrem Grundstück möglich ist und welche Leitungen noch verlegt werden können, können Sie sich unter anderem auch bei Nachbarn oder in der Baubehörde informieren.