Brauche ich ein Kellergeschoss?

Welche Vor- und Nachteile ein Kellergeschoss mit zusätzlicher Stellfläche hat

Man muss wissen, dass ein Keller viel Potenzial mit sich bringt. Denn der Keller kann zum Beispiel wichtige Räume aufnehmen.

Das Kellergeschoss

Ein Keller kann viele Möglichkeiten bieten. Meistens werden Kelleräume als Abstell- oder Lagerräume verwendet. Jedoch kann ein Kellergeschoss auch andere Möglichkeiten bieten.

Häufig werden Kellergeschosse auch als Bäder, Saunas, Hobbyräume, Fitnessräume oder Partykeller verwendet. Doch auch die Waschküche oder Lagerräume können dort ihren Platz finden. Aufjedenfall kann man festhalten, dass einem mit einem Kellergeschoss viele Möglichkeiten offen stehen. Im Keller findet man des weiteren fast immer Technikräume wie zum Beispiel dem Hausanschlussraum (kurz HAR genannt) vor. Und auch ein Heizungsraum und ein Brennstofflager findet man meistens im Keller vor. Häufig ist es auch der Fall, dass ein Keller umgenutzt oder ausgebaut wird. Manch Hausanbieter bietet zum Beispiel auch einen sogenannten Ausbaukeller an. Diesen kann man in Eigenleistung ausbauen, sobald man das nötige Kapital dafür hat. Eins können wir aufjedenfall schon mal festhalten: Es gibt viele Vorteile, die ein Kellergeschoss bietet. Doch einer der wenigen Nachteile besteht darin, dass eine Tiefgründung teurer als eine Flachgründung ist. Das heißt der Bau eines Kellergeschosses wird teurer werden als der übliche Wohnraum. Mehrkosten entstehen unter anderem beim Bodenaushub, bei den Kellerwänden und bei der Kellerdecke.

Machen wir doch einfach mal ein Beispiel für Mehrkosten, die beim Erdaushub entstehen können:

Wenn ein Haus bspw. eine Grundfläche von 10 mal 10 Meter aufweist, welche unterkellert werden soll, dann muss man ein Volumen von 340,67 m³ ausheben. Des weiteren muss dieses Volumen komplett abtransporitert werden. Gehen wir in unserem Beispiel mal von einer Tiefe von 2 Meter, einem Arbeitsbereich von 0,5 Metern um die Wände und von einer 45 Grad Böschung aus. Ein Kubikmeter kostet etwa 20 Euro. Demnach würden in unserem Beispiel für den Erdaushub alleine schon 6.813 Euro fällig. Und das Verfüllen dieser Grube kostet etwa 14 Euro pro Kubikmeter. Das würden in unserem Beispiel weitere 1.970 Euro ausmachen. Zusammengerechnet macht das allein für die Grube 8.783 Euro aus. Dabei sind in unserer Berechnung noch gar keine Kosten für Decken, Wänden und ähnliches dabei.

Des weiteren ist zu beachten, dass die Kellerwand gut gegen drückendes Wasser geschützt werden sollte. Dieser Umstand verlangt eine ausgezeichnete Ausführung der jeweiligen Baufirma. Häufig entstehen bei diesen Arbeiten Mängel und Probleme, was wiederum zu Mehrkosten führen kann.

Die Frage, die man sich nun stellen muss, ist folgende: Lohnt sich ein Keller oder möchte man sich die Kosten für einen Keller lieber sparen? Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich lieber für einen Keller entscheiden sollten. Denn ein Haus ohne Keller ist bspw. um einiges weniger Wert. Außerdem bietet der Keller viele Vorteile. Einige davon haben wir Ihnen vorhin schon genannt. Wir empfehlen Ihnen die Verschwendung von Grundstücksfläche zu vermeiden. Das heißt, dass es grundsätzlich zu empfehlen ist, sich für einen Keller zu entscheiden. Bedenken Sie dabei auch, dass ein Keller häufig nicht als Vollgeschoss zählt. Sollte die Deckenoberkante im Mittel niedriger als 1,40 Meter sein und nicht mehr als zwei Drittel seiner Grundfläche höher als 2,30 Meter sein, dann gilt der Keller nicht als Vollgeschoss. Übrigens:
Ein Keller schlägt sich auch positiv auf den Gesamtwert eines Hauses aus.