Altes Haus dämmen – sinnvoll ja oder nein?

Muss mein altes Haus unbedingt gedämmt werden?

Diese Frage stellt sich früher oder später jedem Eigentümer eines alten Hauses.
Hierzu gibt es aber nur eine richtige Antwort: Nein, Sie müssen nicht! Es gibt kein Gesetz in der Bundesrepublik, das den Hauseigentümern die Dämmung einer alten Immobilie vorschreibt.
Ein Zwang zur Sanierung ist vom Gesetzgeber her in diesem Sinne also nicht vorgegeben, allerdings müssen laut der Energieeinsparverordnung von Hauseigentümern bestimmte Maßnahmen durchgeführt werden.
Diese sind

  • – in Kellern, die nicht beheizt werden, die Dämmung der Heizungsrohre
  • – der Heizkesselaustausch, wenn diese mehr als 30 Jahre alt sind
  • – die Dämmung der obersten Geschossdecke

Im eigenen Interesse sollten Eigentümer alter Häuser aber dennoch in Erwägung ziehen, eine energetische Sanierung vorzunehmen: Da die Preise für Energie unaufhaltsam steigen und auch die klimatischen Belastungen zunehmen, hilft eine Dämmung dabei, die Kosten für Energie stark zu reduzieren und die Umwelt zu schonen. Außerdem sorgen die durch Dämmmaterial warmgehaltenen Wände dafür, dass Schimmelpilze gar nicht erst entstehen oder sich ausbreiten können, denn schimmelfördernde, kalte Feuchtigkeit kann sich nicht mehr bilden.
Zu den eingesparten Kosten durch die energetische Sanierung kommt außerdem noch ein weiterer, nicht unerheblicher Vorteil: Die Immobilie steigt in ihrem Wert, da Häuser mit niedrigen Heizkosten sehr begehrt sind.